16. Mai 2014
Sektion Pforzheim wirbt für mehr unternehmerischen Sachverstand im Gemeinderat
Unternehmerische Belange zum Wohle einer florierenden Wirtschaft müssen auch in den Kommunalparlamenten mehr Berücksichtigung finden, fordert Pforzheims Wirtschaftsrats-Sektionssprecher Georg Wellendorff.

Im Europaparlament, im Deutschen Bundestag, in den Landtagen sowie in den Gemeinderäten sitzen immer weniger Unternehmer. Aber, je früher Unternehmer den Prozess der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Meinungsbildung beeinflussen, umso größer ist die Chance, Pforzheim - gerade jetzt bei den Kommunalwahlen - wirtschaftlich voran zu bringen.

 

„Der Wirtschaftsrat ist die Speerspitze einer nachhaltigen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Leistung und Eigenverantwortung haben für uns Priorität. Sie entscheiden über unsere Position als erfolgreiche Wirtschaftsnation – in Europa, in Deutschland und insbesondere vor Ort“, so Georg Wellendorff weiter.

 

Selbständige, leitende Angestellte und Unternehmer sind es gewohnt, Verantwortung zu tragen. Ein betriebswirtschaftlicher  Blickwinkel und ein betriebswirtschaftliches Know-how können für die Gemeinderatsarbeit von großem Nutzen sein. Eine nachhaltige und erfolgreiche Wirtschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards, als deren Stimme sich der Wirtschaftsrat versteht, sollte auf allen politischen Ebenen verfolgt werden.

Die Wirtschaft ist das Rückgrat einer Stadt, sie sorgt über die Gewerbesteuer im Wesentlichen auch für die finanzielle Ausstattung einer Kommune. In Pforzheim sollte daher die Gewerbesteuer gesenkt werden, damit die Stadt attraktiv wird für dringend benötigte Neuansiedlungen und damit bereits ansässige Unternehmen weiter in den Standort investieren. Dies würde für die Bevölkerung außerdem Arbeitsplätze schaffen und eine neue wirtschaftliche Dynamik entfachen, denn in Pforzheim liegt die Arbeitslosenquote mit 7,7 Prozent immer noch deutlich über dem Landesdurchschnitt von 4,0 Prozent.

Andererseits ist es auch notwendig als Unternehmer Farbe zu bekennen und sich für das öffentliche Wohl einzusetzen. Denn die Führungskräfte der Wirtschaft sind zahlenmäßig immer eine Minderheit. Es gilt ferner das Bild der mittelständischen Unternehmen in der Öffentlichkeit zu verbessern: Familienunternehmen repräsentieren fast 50 Prozent aller steuerpflichtigen Umsätze und beschäftigen mehr als die Hälfte aller steuerpflichtigen Arbeitnehmer und leisten einen großen Beitrag zum Wohlstand unseres Landes und unserer Region.

 

Die Sektion ist stolz und unterstützt, dass der Wirtschaftsrat bei der Gemeinderatswahl in Pforzheim mit den Kandidaten und Mitgliedern Florentin Goldmann, Anke Weingardt und Frank Herrmann sehr stark vertreten ist.