Energie und Industrie

Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltschonenden Energieversorgung stellt die Energiebranche sowie das (energieintensiv) produzierende Gewerbe vor eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) garantiert die vorrangige Abnahme des sog. Ökostroms über 20 Jahre zum Festpreis. Diese dauerhaften Subventionen mit stetig steigenden Energiekosten für Unternehmen und Endverbraucher sind innovationsfeindlich und verringern zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

Mindestens 1,5 Billionen Euro wird die mit der „Energiewende“ politisch initiierte Dekarbonisierung bis 2050 laut der jüngst vom BDI vorgestellten Klimapfadstudie 2050 verschlingen. Größter Kostentreiber ist ein ineffizientes Fördersystem für erneuerbare Energien sowie der zu deren Integration notwendige Netzausbau. Gleichzeitig nimmt die gesicherte konventionelle Leistung ständig ab.

 

Ideen und Konzepte sind gefragt, die Energieversorgung wieder bezahlbar und dauerhaft sicher zu gestalten. Der Wirtschaftsrat setzt sich dabei für Technologie- und Brennstoffoffene Lösungen ein. Seiner ordnungspolitischen Leitschnur gemäß wird gefordert, dass sich auch die erneuerbaren Energien - knapp 20 Jahre nach Einführung des EEG - dem freien Markt sowie einem fairen Wettbewerb stellen und einseitige Privilegierungen beendet werden.

Die Landesfachkommission Energie und Industrie wird sich auch weiterhin intensiv mit Fragen des Ausbaus der Stromnetze, intelligenten Speichertechnologien, tragfähigen Power-to-X-Ansätzen (insb. Methan) sowie den konkreten Konsequenzen der durch die Politik gesetzten regulatorischen Vorgaben für den Wirtschaftsstandort Sachsen im Bereich der Energiegewinnung und Wärmeversorgung auseinandersetzen. Darüber hinaus stehen Prozesse, wie die Digitalisierung und die Entwicklung der Elektromobilität sowie der Leitgedanke der Industrie 4.0 im Fokus der Arbeit der Landesfachkommission Energie und Industrie.

 

Bereits heute belegt Deutschland hinsichtlich der Höhe der Strompreise sowohl bei den Privat- als auch den Gewerbekunden weltweit den zweiten Platz. Dies zeigt - was auf dem Spiel steht ist nicht weniger als die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und des Mittelstands im Freistaat Sachsen.

 

Die Landesfachkommission hat sich zum Ziel gesetzt:


  • Die erneuerbaren Energien schnellstmöglich vollständig in den Wettbewerb zu entlassen
  • Die durch die Energiewende entstandenen Belastungen für Industrie und Mittelstand endlich zu reduzieren
  • Die Neufinanzierung der Energiewende als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzusehen

 

Kernforderungen der Landesfachkommission:


  • Wegfall von § 12 EEG („Härtefallregelung“)
  • Verpflichtende Direktvermarktung für erneuerbare Energien (§ 8 EEG „Einspeisevorrang“)
  • Erhalt der Pumpspeicherwerke in Sachsen
  • Erhalt der Braunkohleförderung und -verstromung in Sachsen als grundlastfähigen Energieträger
  • Verankerung von Ausnahmereglungen auf Bundesebene für die neuen europäischen Emissionsgrenzwerte
  • Netzausbau der Ost-West Verbindungen

Hier können Sie das aktuelle Positionspapier der Landesfachkommission Energie und Industrie herunterladen, es enthält Erwartungen und Forderungen der LFK an die Kommission für "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung".

Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft

 

Vorsitz


Dr. Dirk Schröter

Geschäftsführer KSP GmbH der LEAG-Unternehmensgruppe

Cottbus

"Energiepolitik ist Wirtschaftspolitik. Wenn die Energiepreise weiter ansteigen, lassen wir eine systematische Deindustrialisierung in Sachsen zu. Der Wirtschaftsrat wird sich für sichere und bezahlbare Energieversorgung auf einem marktwirtschaftlichen Fundament einsetzen."
Kontakt
Dr. Dino Uhle
Landesgeschäftsführer

Telefon: 0351 / 802 63-30
Telefax: 0351 / 802 63-35

lv-sachsen@wirtschaftsrat.de

Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Landesgeschäftsstelle
Nicolaistraße 28
D-01307 Dresden

 

Die Landesfachkommission im Überblick