03. März 2010
Saarland kommt schneller aus der Krise
Saarbrücken. Die saarländische Wirtschaft kommt besser aus der globalen Krise als zunächst gedacht. Diese optimistische Einschätzung gab der Hauptgeschäftsführer der IHK des Saarlandes, Volker Giersch, am 2. März bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates Saarland unter der Leitung seines Landesvorsitzenden, Wendelin von Boch, im Hotel am Triller vor knapp 100 Zuhörern.

,,Die Saar-Firmen haben sich in den letzten zehn Jahren gut aufgestellt!., sagte Giersch in Anwesenheit prominenter Gäste, etwa des saarländischen Finanzministers Peter Jacoby (CDU) und des IHK-Präsidenten Dr. Richard Weber. 

Volker Giersch geht davon aus, dass sich die saarländische Wirtschaft schon im laufenden Jahr wieder erholt und mit einem über dem Bundesdurchschnitt liegenden Wirtschaftswachstum aufwarten kann. Nach neuesten Schätzungen erwarte man im Bund ein Plus von 2,3 Prozent. Für die Saar würden bisher von der IHK 2,4 Prozent genannt. Tatsächlich könne das Saar-Wachstum aber auch darüber liegen. 

Die oft beklagte starke Abhängigkeit der Saar-Wirtschaft von der Industrie und dem Export erweist sich nach den Worten von Giersch im Nachgang der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise eher als Vorteil. Die anziehende Nachfrage in Ostasien und auch in den USA werde zu einer Beschleunigung der Erholung führen. Hinzu komme, so der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter, dass die Saar-Industriefirmen durch die Qualität ihrer Produkte besonders wettbewerbsfähig geworden seien. 

Die positive Entwicklung spreche auf jeden Fall dafür, dass die Arbeitslosigkeit nicht auf Rekordhöhen steigen werde. 45000 Arbeitslose an der Saar könnten es schlimmstenfalls werden, die Zahl könne aber auch unter 40000 bleiben. Die von der Arbeitskammer des Saarlandes genannten 50000 lägen indes jenseits jeder Realität. 

Giersch unterstützte ausdrücklich die Forderung der Wirtschaftsjunioren Saar, die Zahl der Bediensteten im öffentlichen Dienst um 6000 zu reduzieren. Auf diesem Gebiet tue sich die saarländische Landesregierung jedenfalls schwerer als andere Bundesländer.