27. Januar 2015
Optimistisch in die Oppositionsarbeit
Kamingespräch im Hause des Landesvorsitzenden Mihajlo Kolakovic
In der langen und bewährten Tradition der Kamingespräche im Hause Kolakovic stand stets der offene Austausch der Wirtschaftsratsmitglieder mit Vertretern der Landes-CDU zu Situation und konzertierten Aktivitäten auf dem Plan. Am 27.Januar 2015 folgte hierzu - und inzwischen bereits zum fünften Mal - Jena Mike Mohring, Landesvorsitzender der Thüringer CDU und Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion der Einladung des Thüringer Landesvorsitzenden des Wirtschaftsrates der CDU e. V. nach Jena.
(Bilder: Karsten Seifert)

Die veränderten Rahmenbedingungen - erstmalig in einer Legislaturperiode befindet sich die Thüringer CDU in der Oppositionsrolle - und der Umgang damit standen natürlich zur Debatte. Hintergründe und Zusammenhänge des politischen Geschäfts, welches im Interesse Thüringens zwar unter neuem Vorzeichen, doch deshalb nicht minder konstruktiv und fordernd fortgesetzt würde, erläuterte ein optimistischer Mike Mohring. Natürlich fehle die Regierungsverantwortung und damit die direkten Gestaltungsmöglichkeiten, doch böte die Oppositionsrolle die bessere Chance zur Erneuerung der weiterhin geschlossenen Thüringer CDU. Frei von Koalitionszwängen in der Regierungsverantwortung ließe sich eine nachhaltig zukunftsfähige Neuorientierung gestalten. Hilfreich könne hierfür auch sein, dass aktuell der eigene Landesvorstand den im Deutschlandvergleich der CDU-Landesverbände jüngsten Altersdurchschnitt besäße. Uns so wolle man die Sacharbeit mit unwiderlegbaren Argumenten und Fakten weiter forcieren, warb Mohring für ein noch engeres Zusammenrücken mit dem Wirtschaftsrat und insbesondere mit seinen Fachkommissionen auf Landes- und Bundesebene. So ließe sich die rot-rot-grüne Landesregierung sachlich und fair in die politische Debatte zwingen. Wahlversprechen könnten so beständig eingefordert und Fehler der Regierungsarbeit öffentlich gemacht werden.

Bei der Suche nach Themen, die in die Öffentlichkeit getragen werden sollen, müsse sich, so Mihajlo Kolakovic, auf das unmittelbare Interesse der Wähler konzentriert werden. Als ersten Ansatz hierfür würden sich beispielsweise die Diskussion zu Nachteilen des Bildungsfreistellungsgesetzes, zur freiwilligen Rente mit 70 im Interesse der Selbstbestimmung des Einzelnen und im Interesse der Sicherung und Weitergabe des Fachwissens der Älteren oder die für die Unternehmen notwendige Versachlichung und Vereinfachung des Vergabegesetzes für Thüringen eignen.

Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
Telefon: 0361/ 5661488
Telefax: 0361/ 5661490