08. April 2019
"Oberbürgermeister Dirk Hilbert - Eine erste Halbzeit - Zeit für Résumé und einen Ausblick"
Gemeinsam mit der IHK Dresden hatte der Wirtschaftsrat Sachsen den Oberbürgermeister Dresdens zu Gast.
Dirk Hilbert hat, nachdem er nunmehr seit 3 ½ Jahren erfolgreich die Geschäfte der Landeshauptstadt führt und im In- und Ausland präsentiert, eine erste Zwischenbilanz vorgelegt, einen Rückblick über die bisherige Amtszeit sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Landeshauptstadt und die internationale Ausrichtung der Stadt gegeben.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Vor mehr als 70 Zuhörern ging der Oberbürgermeister auf den Erfüllungsgrad seiner sich selbst gestellten Ziele bzw. „Herzensangelegenheiten“ ein. Resümierend lässt sich festhalten, dass derzeit 80 Prozent der Ziele umgesetzt sind bzw. sich in Umsetzung befinden. Der Fokus des politischen Wirkens von Dirk Hilbert setzt dabei an den über zahlreiche Bürgerdialoge in Erfahrung gebrachten Wünschen der Dresdner an, richtet sich auf Bevölkerungswachstum der Stadt, auf eine starke Wirtschaft sowie auf die weitere Beförderung von Bildung und Wissen.

Besonders hervor zu heben ist dabei, dass der Oberbürgermeister einer Forderung des Wirtschaftsrates nach einer schlanken sowie bürgerorientierten Verwaltung nachkommen möchte. Hier wird es in den kommenden Jahren zu einem fundamentalen Umbau der städtischen Verwaltung – hin zur Digitalverwaltung – kommen, der im Jahr 2024 abgeschlossen sein wird. Dabei wird der Weg zur Dienstleistungs-Verwaltung beschritten. Es wird dann keine personenbezogenen Arbeitsplätze mehr geben und Teams formieren sich selbständig zur Erledigung ressortübergreifender Aufgaben. Diesbezüglich wird derzeit an einem neuartigen Organisationsentwicklungskonzept gearbeitet.

Positiv auf die Erfolgsbilanz von Dirk Hilbert wirkt die Qualifizierung der Stadt Dresden als eine von sieben „Zukunftsstädten“ in Deutschland, wofür zusätzliche Finanzmittel zur Finanzierung zahlreicher städtischer Projekte eingeworben werden konnten. Neue Wege beschreitet das Stadtoberhaupt u.a. mit dem „offenen Rathaus“, mit dem „internationalen Dresden Dialog“, mit der „18er Party“ für junge Dresdner sowie mit „Stadtteilbudgets“, welche an den Besonderheiten der einzelnen Stadtteile ausgerichtet sind.

Besonders ehrgeizig ist das Ziel, bis 2035 die Einwohnerzahl der Stadt auf 600.000 zu erhöhen. Dies setzt freilich die notwendige Infrastruktur, ausreichend bezahlbaren Wohnraum, die Ansiedlung von Unternehmen und Steuereinnahmen, Arbeitsplätze sowie ein weiter auszubauendes kulturelles (u.a. Staatsoperette, TJG, Philharmonie), sportliches sowie Schul-, und KITA-Angebot voraus, woran intensiv gearbeitet werde. Die Stadt wird wieder in den kommunalen Wohnungsbau investieren – hier sind in den nächsten Jahren 10.000 neue Wohneinheiten geplant. Ferner sollen zwei neue städtische Parkanlagen im Süden und Südosten Dresdens entstehen. Intensiv wird zudem an den Dresdner Gewässern zur Stärkung des ökologischen Netzes sowie zur Umsetzung der Wasserrahmen-Richtlinie gearbeitet.

Die Landeshauptstadt möchte Vorreiter für moderne Mobilitätskonzepte werden, die unter dem Oberbegriff „smart city“ subsumiert werden können und welche ein integriertes Verkehrskonzept (Vernetzung von Auto, ÖPNV, Fahrrad, E-Mobilität inkl. Ladeinfrastruktur, Park+Ride) enthält. Hier geht es um die Beförderung der Elektromobilität ebenso, wie um Business-Inkubatoren, um die Ansiedlung von Start-Ups inkl. der dafür notwendigen modernen Büro-Infrastruktur inkl. der erforderlichen Erreichbarkeit. Um die Jugend an die Wirtschaft im MINT-Bereich heran zu führen wurden bereits Schülerlabore in verschiedenen Unternehmen etabliert.

Durch Austauschprojekte für Schulen mit Dresdner Partnerstädten sollen zudem frühzeitig interkulturelle Fähigkeiten entwickelt werden. Unter dem Begriff „Neue Heimat“ hat Dirk Hilbert abschließend einen Ausblick gewagt. Hierunter fällt u.a. die Bewerbung Dresdens für den Titel „Kulturhauptstadt 2025“, dem Festspielhaus Hellerau den UNESCO Weltkulturerbetitel zu verleihen sowie mehr Wohnbauflächen zu erschließen.

Wir danken dem Oberbürgermeister für seinen interessanten Vortrag sowie für die Beantwortung der Fragen aus der Unternehmerschaft und freuen uns schon auf einen erneuten Austausch.

(Foto: Wirtschaftsrat)