18. Februar 2012
Nordsee, Boßeln und Meer
Boßeltour des Juniorenkreises
„Moin-Moin“ hieß es direkt hinterm Simonsberger Deich, südlich von Husum, als die Junioren eine Boßeltour feierten. Vorbereitend hatte man zwei nordfriesische Urgesteine angeheuert, die die jungen Unternehmer fachkundig einwiesen. Die beiden Profis stellten verschiedenste Kugeltypen vor, die entlang der Westküste bis hinab zur holländischen Nordsee bei Freunden dieses eigentümlichen Hobbys Verwendung finden.
Mit Bollerwagen und guter Laune wurde die Boßeltour begangen (Foto: Wirtschaftsrat)

Anschließend wurden den Teilnehmern Wurftechniken nahegebracht, die es auszuprobieren galt. Für das „Race“ wurden die Spieler in zwei Gruppen eingeteilt, für den Hunger zwischendurch sorgten üppig bestückte Bollerwagen, die auch den einen oder anderen Schluck zur „inneren Wärmung“ bereithielten. Mit Spaß an der Freude gab jeder sein Bestes, auch der anhaltende Regen konnte der guten Laune nichts anhaben.

 

Zwei talentierte Junioren hätte der Profi-Führer Hermann Oje am liebsten für das sich anschließende Turnier zweier lokaler Boßel-Vereine gewinnen wollen. Zu Fuß machte sich der Juniortrupp auf und erkundete im Nachgang „die graue Stadt am Meer“, die jedoch mit ihrem einzigartigen Charme immer wieder reizt. Man kehrte ein ins bekannten Jaqueline´s Café und stärkte sich bei Kaffee, Kuchen und Fliederbeersuppe. Nachmittags entschied man sich, das Husumer Schloß zu besichtigen, denn die Kultur sollte auf keinen Fall zu kurz kommen.

 

Den Abschluß bildete das gemeinsame Grünkohlessen direkt am Hafen. Der pensionierte Wasserschutzpolizist Burkhardt Kantel sorgte für eine kleine Stimmungseinlage, als er in seiner spannend-witzigen Art Geschichten über Husum, Theodor-Storm sowie nordfriesische Bräuche zum Besten gab und hier und da bei den Junioren ein Schmunzeln auslöste. Doch es wurde auch ernsthaft diskutiert. Man tauschte sich über die Bedeutung der großen, für die Region immens wichtigen, Windmesse in Husum aus und äußerte Bedenken, Hamburg greife diesen Standortfaktor gezielt an. Erfreut hingegen war man über die Verkündung unseres Bundesverteidigungsministers, Thomas de Maizière, daß das Luftwaffenausbildungszentrum für das „Patriot“-Abwehrsystem nach Husum verlagert wird. Insgesamt war die Veranstaltung eine rundherum gelungene Sache, und alle waren sich schnell einig: Gesellige Events dieser Art will man fortführen!