05. Januar 2010
Neujahrsempfang mit Bürgermeister Ole von Beust
Was ist konservativ? und: In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Diesen Fragen ging Bürgermeister Ole von Beust in seiner vielbeachteten Rede auf dem Neujahrsempfang des Landesverbandes nach.
Matthias Leutke, Dr. Andreas Mattner, Bürgermeister Ole von Beust und Lutz Diederichs (v.l.n.r.)

Soziale Milleus und Lebensstile, so der Bürgermeister, hätten sich in den letzten 20 Jahren ganz erheblich gewandelt. Daraus resultierten veränderte politische Einstellungen, denen die Parteien Rechnung tragen müssten. Die Bindungswirkung der Parteien lasse nach, immer unverhohlener würden Partikularinteressen artikuliert. Mit großer Sorge sah es von Beust, dass diese vermehrt mit Hilfe von Bürgerbegehren - entgegen dem Gemeinwohl - durchgesetzt würden.Gelinge es nicht, Entscheidungen relativ schnell herbeizuführen, werde Deutschland auf globaler Ebene abgehängt. 

Vor 700 geladenen Unternehmerinnen und Unternehmern appellierte von Beust in den Räumen der HypoVereinsbank an die Eliten Demut, Selbstzweifel und Bescheidenheit zu üben. 

Den scheidenden Landesvorsitzenden, Dr. Andreas Mattner, würdigte der Bürgermeister als "diskreten, loyalen, anständigen und überaus engagierten Mitstreiter" und dankte ihm für die Arbeit, die er für den Wirtschaftsrat, die Union und die Stadt geleistet habe.

Mattner hatte den Bürgermeister zuvor an die Investitionsschwäche der Unternehmen erinnert. Es komme nun sehr darauf an, den Unternehmern "überzeugende Gründe zu liefern, weiterhin in der Metropolregion zu investieren". Er scheue sich nicht davor, "gebetsmühlenartig vorzutragen, dass für den Wirtschaftsrat der Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung von Verfahren" von besonderer Bedeutung sei: "Herr Bürgermeister: Geben Sie Hamburg jetzt ein Fitnessprogramm!" 

Im Anschluss an den Vortrag des Ehrengastes, Bürgermeister von Beust, lud Lutz Diederichs, Mitglied des Vorstandes der HypoVereinsbank für Corporate & Investment Banking, die Unternehmerinnen und Unternehmer zu einem Empfang.

(Hinweis des Büros des Bürgermeisters: Diese Rede darf nur der Wirtschaftsrat auf seiner Seite veröffentlichen.)