18. Januar 2010
Neujahrsempfang des Landesverbandes Sachsen
Der traditionelle Neujahrsempfang des Wirtschaftsrates Sachsen hat erneut große Resonanz gefunden. Über 170 Unternehmer und Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung haben die Gastfreundschaft der KOMSA Kommunikation Sachsen AG in Hartmannsdorf erleben dürfen.

Zum ersten Mal beim Wirtschaftsrat zu Gast stellte der neue Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaates Sachsen, Sven Molok, seine Strategie für die nächsten vier Jahre vor.

Die sinkenden Staatseinnahmen in Sachsen in Milliardenhöhe ließen sich nicht allein durch den Abbau von 18.000 Stellen im öffentlichen Dienst kompensieren.

Alle Ausgaben müssten auf den Prüfstand, betonte der Minister. Diese Forderung richtete er auch an die eigene Adresse. "Die Wirtschaftsförderung muss sich auf innovative Produkte und Dienstleistungen konzentrieren." Eine undifferenzierte Förderung von Existenzgründungen könne es nicht mehr geben. Die Verwaltung müsse schneller und effizienter werden, forderte Staatsminister Molok weiter.

In seiner Zuversicht auf Erfolg setzte er auf die besondere Stärke der Sachsen: Ihre Problemlösekompetenz.

"Ein neues Problem verlangt neue Lösungen", erklärte Kerstin Grosse, Aufsichtsratsvorsitzende der KOMSA AG, die Unternehmensphilosophie des Gastgebers. Sich an den Kundenbedürfnissen auszurichten verlange eine ständige Anpassung und Veränderung. KOMSA konzentriere sich bei Innovationen auf Prozesse, die geringere Risiken und geringere Kosten bedeuteten. Beim Entwickeln von Innovationen fungiere der Leiter nicht als Experte, sondern als Coach, dem es gelingen müsse, das Potential der Mitarbeiter zu erschließen. Das inhabergeführte Unternehmen lege deshalb auch Wert darauf, sozialbewusst zu sein.

Die Unternehmer haben die Möglichkeit der Diskussion mit dem sächsischen Wirtschaftsminister lebhaft genutzt. Drängende Projekte beim Ausbau der Infrastruktur sind ebenso angesprochen worden wie notwendige Innovationsförderung und Bürokratieabbau.

"Eine der größten Herausforderungen wird demnächst sein, Konjunkturprogramme zu finanzieren und gleichzeitig ineffiziente Ausgabenpositionen der öffentlichen Haushalte auf den Prüfstand zu stellen. Spielraum für wachstumsfördernde Steuersenkungen besteht jedenfalls. Wenn wir in Sachsen überdurchschnittlich erfolgreich sein wollen, müssen wir eine schlüssige Innovationsstrategie für unser Land entwickeln. Als Vermittler zwischen Unternehmen und Politik unterstützt der Wirtschaftsrat alle Initiativen,
die ein innovationsfreundliches Klima in Sachsen schaffen", erklärte die Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Sachsen, Simone Hartmann.