03. Februar 2015
Neujahrsempfang des Landesverbande Sachsen
Neujahrsempfang des Landesverbandes mit dem sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und stellvertretenden Ministerpräsidenten, Martin Dulig
„….. uns verbindet die Vision, den Freistaat wieder zu den leistungsfähigsten Bundesländern in Deutschland zu entwickeln. Die Motivation zum Aufstieg an die Spitze stiftet gerade in Sachsen eine hohe Identifikation. Um diese Vision zu realisieren, ist die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums und der gesellschaftlichen Gestaltung ständig neu zu beleben: mit innovativen Konzepten, auch auf unkonventionellen Wegen und innerhalb einer von Innovationskultur geprägten Politik.“ So hieß es in der Einladung des Wirtschaftsrates, der zahlreiche Mitglieder und Gäste als Auftakt für das Jahr 2015 gefolgt waren.
Foto: Christian Scholz

Im stilvollen Ambiente des historischen Ballsaals im Dormero Hotel Königshof erinnerte die Landesvorsitzende, Simone Hartmann, im Rahmen Ihrer Begrüßung daran, dass auch der Wirtschaftsrat Sachsen in diesem Jahr seit 25 Jahren im Freistaat aktiv die Entwicklung mitgestaltet. Einen besonderen Dank sprach sie Prof. Hans-Reiner Meinel aus, der ehrenamtlich mit viel Engagement den Wirtschaftrat Sachsen aus der Taufe gehoben  und über viele Jahre als Landesvorsitzender aktiv geleitet hat.  

An Staatsminister Dulig, als erstmaligen Gast des Wirtschaftsrates Sachsen gewendet,  bedankte sich die Landesvorsitzende, dass er der Einladung ohne Zögern gefolgt war. Dies, so Simone Hartmann, macht uns zuversichtlich, miteinander einen konstruktiven Austausch zu pflegen. Ohne Zeit zu verlieren, wollen wir die Kommunikation aufbauen. Zuhören, verstehen, Verständnis entwickeln, konkrete Lösungen ableiten und Kompromisse im Interesse unseres Landes zu schließen ist gerade in diesen bewegenden Zeiten das Mittel der ersten Wahl.  
Nachdem im Grundsatz- und Positionspapier 2014 - 2019 zu relevanten Handlungsfeldern konkrete Impulse gegeben wurden, verknüpft der Wirtschaftsrat jetzt hiermit die Erwartung, die Realisierungsmöglichkeiten im partnerschaftlichen Dialog anzugehen.
Politik ist gewiss nicht für alles verantwortlich. Für die Markenentwicklung und Markenführung jedoch schon. Die politischen  Entscheidungen in den nächsten fünf Jahren sind es, die auf die Marke Sachsen einzahlen. Der Wirtschaftsrat erwartet hier positive Signale. Dabei ist der Gradmesser jeder Entscheidung der Nutzen für Sachsen, die Wertschöpfung im eigenen Land. Nützt es unserem Land, dann ist es wert, sich mit Herzblut und Überzeugung dafür einzusetzen. Die Kleinteiligkeit der heimischen Wirtschaft, der in Teilen unzulängliche Ausbau der Daten-Infrastruktur sowie die Bedeutung des Tourismus für Sachsen sind nur einige anzugehende Handlungsfelder.


Insbesondere zum Thema Dateninfrastruktur führte Staatsminister Dulig anschließend in seiner Rede aus, dass seitens des Freistaats hier 200 Mio. Euro investiv vorgesehen sind. Gleichzeitig gilt es jedoch zu bedenken, dass zwischen Planung und Realisierung ein Zeitraum liegt, der mit Blick auf technische Innovationen die flächendeckenden 50 MBit schon wieder gering erscheinen lässt. Es bedarf daher weitsichtiger Investitionen.

 

Das alles geht nur mit motivierten, leistungsfähigen Mitarbeiter. Dazu gehören faire Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Die Dokumentationspflicht zum Mindestlohn mit erheblicher Bürokratie und angedrohten Zollkontrollen säht Misstrauen und stellt jeden Unternehmer unter Generalverdacht. In unserem Bemühen, junge Menschen für die Selbständigkeit und das Unternehmertum zu gewinnen, wirken solche politischen Maßnahmen kontraproduktiv. Stattdessen brauchen wir eine Politik der Ermöglichung.

 

Kulturell wurde der Abend durch Birgit Schaller mit Ausschnitten des Programms „Kaffee Sachsen“ der Herkuleskeule bereichert. Der Neujahrsempfang war auch in diesem Jahr ein würdiger Startpunkt, ehrenamtliches Engagement zugleich mit inspirierenden Erlebnissen im Kreis geschätzter Gesprächspartner an  einem heiterbeschwingten Abend zu verbinden.