10. November 2015
Dr. Frank Markus Döring zu Gast in der Sektion Schleswig/Flensburg
Neue Allianzen in Flensburg
Dr. Frank Markus Döring, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, gab auf Einladung der Sektion Schleswig/Flensburg am 10.11.2015 Einblicke in die aktuelle politische Situation in Flensburg und die Bewältung des Flüchtlingsstromes.
Drei Themenbereiche beschäftigten die Gäste im November im Ringhotel in Wassersleben bei Flensburg auf Einladung des Wirtschaftsrates: Flüchtlinge, die Oberbürgermeisterwahl in Flensburg und die Verkehrsinfrastruktur. Dr. Frank Markus Döring, Fraktionsvorsitzender der CDU Flensburg und Mitglied der CDU-Ratsfraktion, Döring, gerne mehr Frauen, gerne „Leute aus dem Leben“.
Dr. Frank Markus Döring (stehend) erläutert die Position seiner Fraktion / Foto: Wirtschaftsrat

Die Flüchtlingssituation mache Flensburg zu schaffen. Etwa 40 neue Flüchtlinge seien jede Woche dauerhaft unterzubringen, Wohnraum für sie zu beschaffen. Für die Durchreisenden

gäbe es inzwischen Behelfsunterkünfte an drei Standorten mit jeweils einigen sozialen Wohnungsbau in Arbeit seien, auch und gerade für die Bürger der Stadt. Wünschenswert sei allerdings eine Beschleunigung der Verfahren durch das Bauamt der Stadt. Man sähe da die Verwaltung nicht in der Spur, das sei eine Schwäche in der Führung der Verwaltung, sprich des

aktuellen Oberbürgermeisters.

 

„Wir sollten uns einen starken Partner für Allianzen suchen – und haben ihn auch schon gefunden“, so Döring. Man wolle eine starke Kandidatin und habe sie in Simone Lange gefunden, die zwar der SPD angehöre, aber als Poli zistin des gehobenen Dienstes Führungskraft in Flensburg, insbesondere im Rahmen der Bewältigung in Flüchtlingsfragen, bewiesen habe. Gemeinstand Rede und Antwort und schilderte seine Sicht der verschiedenen aktuellen Problematiken – nach der Hälfte der derzeitigen Wahlperiode der Führung eines SSW-Bürgermeisters, Simon Faber, der 2011 ins Amt gewählt wurde.

 

Die CDU Flensburg bilde zwar mit elf Ratsmitgliedern die größte von sieben Fraktionen, habe aber nicht die Mehrheit, müsse also Allianzen suchen, um die nächste Wahl gewinnen zu können. Dazu müsse sich die CDU auch Gedanken machen, wie sie eine jüngere Wäh lerschaft erreiche. Flensburg sei großstädtisch geprägt, hier würden nicht die klassischen Familienbilder wie in den ländlichen Bereichen gelten. „Neue Vorbilder sind gesucht“, so gen hundert Plätzen.

 

2.000 Asylsuchende befänden sich täglich auf dem Weg nach Norden, 300 bis 400 würden zu nächst in Flensburg stranden, da sie nicht weiterreisen könnten. „Sorgen macht uns das Gerücht, daß Schweden die Grenze dichtmachen könnte“, so Döring weiter. Dann müßten alle Turnhallen der Stadt belegt werden, bevor neu verteilt werden könnte. Projektentwickler Torsten Koch vertrat die Sorge, daß die aktuelle Situation bewirken könne, die notwendigen Stadtentwicklungen nicht weiterführen zu können – mit der Problematik, daß es deshalb ein Aufbegehren geben könnte, das man nun gerade angesichts der Flüchtlingsproblematik nicht wolle.

 

Döring bekräftigte, daß Konzepte für sam mit der SPD würde man dann 25 von 43 Sitzen im Rat besetzen und damit die Mehrheit für zukünftige Entscheidungen bilden können. Hauke Präger, Mitglied des Sektionsvorstandes Schleswig/Flensburg: „Wir brauchen jemanden, der die Sache der Stadt in die Hand nimmt und das Rathaus führt.“ Zum Thema Infrastruktur: Aus dem Projekt Tunnel 2025 als Ersatz für die marode Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wurde inzwischen eine neues Brückenprojekt, das auf der Prioritätenliste im Bundesverkehrsplan gelistet und mit deren Baubeginn in zwei bis drei Jahren zu rechnen sei. FürFlensburg als Brücke zu Skandinavien ist das ein bedeutsames Projekt. kp

Kontakt
Dr. Bertram Zitscher
Landesgeschäftsführer
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