17. April 2019
Möglichkeiten durch technische Hilfsmittel in einer alternden Gesellschaft
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass demografische Entwicklungen sowie die damit verbundene „Überalterung“ für die Wirtschaft und viele weitere Lebensbereiche eine der größten Herausforderungen darstellt, denen es adäquat zu begegnen gilt.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Entsprechend hat der Wirtschaftsrat in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) diese Thematik aufgegriffen und praxisorientierte Einblicke zur Lösung diverser, damit zusammenhängender Fragestellungen, geboten. Sowohl Prof. Dr. Andreas Hoff als auch Prof. Dr. Jörg Lässig haben im Rahmen der an der Hochschule bereits etablierten Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ unseren Abend mit greifbaren wissenschaftlichen Inhalten bereichert. Vielen Dank an die Professoren sowie an den Rektor der HSZG, Herrn Prof. Dr. Friedrich Albrecht.

Um einen Überblick zur Nutzung von technischen bzw. digitalen Hilfsmitteln für pflege- und/oder hilfsbedürftige Menschen zu bekommen, hat die HSZG den interaktiven online-basierten VATI-Technologie-Navigator für Senioren entwickelt, der u.a. für Familienangehörige, Wohlfahrts-einrichtungen, Krankenkassen und soziale Stellen von großem Nutzen sein kann. Denn hier werden auf den jeweiligen Pflegebedarf im gewohnten häuslichen Umfeld zugeschnittene Lösungen zur technischen Hilfe regionaler Anbieter empfohlen. Um den Navigator online zu schalten, braucht die Hochschule jedoch noch weitere finanzielle Mittel. Bald soll ein diesbezügliches „Erklär-Video“ erstellt werden, um den Technologie-Transfer in die Praxis zu realisieren.

Generell bieten heutige IT-Lösungen schon allerhand Hilfsangebote für Senioren. Von Erinnerungsassistenten über die Messung von Vitalwerten bis hin zur Bewegungserkennung und Temperatursteuerung ist diesbezüglich bereits heute vieles möglich.

Ferner solle darüber nachgedacht werden, in Sachsen zudem „Pflegestützpunkte“ einzurichten, wohin sich Senioren und Angehörige wenden sowie neutral beraten lassen können. Wer sich ein praktisches Bild über die Möglichkeiten eines „umgebungsunterstützten Lebens“ machen möchte, für den wird es es ab Juli 2019 die Möglichkeit geben, an der HSZG einen Musterraum mit technischen Assistenten (AAL-Labor) zu sehen und zu testen.