17. Februar 2011
LEG-Chef Andreas Krey beim Frühstücksgespräch des Wirtschaftsrates
Die zentrale Lage Thüringens als Standortvorteil zur Internationalisierung nutzen
Die zentrale Lage Thüringens mit seiner wirtschaftlich prosperierenden Städtekette Erfurt, Weimar und Jena in der Mitte Deutschlands und Europas wird in den nächsten Jahren maßgeblich zur Internationalisierung der Thüringer Wirtschaft beitragen. Diese Prognose machte heute Andreas Krey, Sprecher der Geschäftsführung der Landesentwicklungsgesellschaft, LEG Thüringen, bei einem Frühstücksgespräch des Wirtschaftsrates der CDU in Erfurt.

Mit dem frechen Slogan „Provinz ist sexy“ gab er dabei den 33 Gästen aus Wirtschaft und Politik eine griffige Leitlinie mit auf den Weg: Aufgrund ihrer mittelständischen Struktur sei die Thüringer Wirtschaft einerseits besser durch die jüngste Wirtschaftskrise gekommen als andere Regionen, und biete darüber hinaus bei dem sich verschärfenden Wettbewerb um Fachkräfte Arbeitnehmern Orientierung, Überschaubarkeit und Sicherheit. „Dieser emotionale Aspekt sollte angesichts von rund 40.000 Wochenpendlern aus Thüringen und anderer Pendler über die Landesgrenzen hinweg nicht unterschätzt werden“, betonte Andreas Krey. Die Mitarbeiter seines Hauses haben einen deutlichen Rückkehrwillen dieser Pendler ermittelt, den es gelte zu nutzen.

In diesem Zusammenhang mahnte er allerdings die Verantwortlichen der verschiedenen Regionen an, das ihrerseits Mögliche und Nötige zu unternehmen, um Städte und Kreise nicht nur für neue Wirtschaftsansiedlungen, sondern auch für die Menschen vor Ort attraktiv und interessant zu machen, um so das Lebensniveau insgesamt zu steigern. Seiner Meinung nach müssten diese dafür verstärkt eigene Strategien entwickeln, ohne dabei auf üppige Zuwendungen aus Landesmitteln zu vertrauen. Angesichts auslaufender Förderungen und insgesamt leerer Kassen könne es sich das Land nicht mehr leisten, jede Region gleichmäßig  zu unterstützen. „Hier müssen wir als LEG Schwerpunkte setzen, wie bei der Unterstützung neuer Großansiedlungen am Erfurter Kreuz.“ Entscheidend sei es, alle Akteure an einen Tisch zu bringen und ihnen verständlich zu machen, dass ein engstirniges Besitzstandswahren der eigenen Vorteile keiner Region langfristig helfen wird. Nur gemeinsam und im Dialog werde es gelingen, die Attraktivität einer Stadt oder Region zu vergrößern. 

Kontakt
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