14. Mai 2014
Künftige Energieversorgung im Lichte der Energiewende
Thomas Bareiß MdB, Energie-Beauftragter und Mitglied im Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Dialog mit Stefan Söchtig, Mitglied der Geschäftsleitung der Wilken GmbH Ulm
Thomas Bareiss MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

„Zahlreiche europäische Länder diskutieren derzeit die Einführung von Kapazitätsmärkten oder anderen Instrumenten zur Versorgungssicherung“, so Jessica Kulitz, Sprecherin der Sektion Ulm/Ehingen/Biberach. Angesichts der Herausforderung „Energiewende“ stellt sich die Frage: „Wie wird die Europäische Energieversorgung der Zukunft aussehen?“ Aus diesem Grund bildete die Energiewende das zentrale Thema im Dialog mit Thomas Bareiß MdB im Hause der Wilken GmbH.

 

Zuvor stellte Stefan Söchtig, Mitglied der Geschäftsleitung der Wilken GmbH, die Unterstützung von Energieversorgern aus der Wilkengruppe kurz vor. Wilken ist Spezialist für Standardsoftware seit fast 40 Jahren und bedient über 1.000 Kunden aus zahlreichen Branchen. Einen Schwerpunkt der Kunden bilden etwa die Hälfte der deutschen Energieversorger, nämlich ca. 400 Stadtwerke und andere Versorger. Laut Söchtig hat sich die Energiewende für Stadtwerke wie die SWU als doppelte Katastrophe erwiesen, denn nicht nur Investitionen in herkömmliche Gas- und Kohlekraftwerke, sondern auch in Offshore-Windparks, haben sich als gigantische Verlustbringer erwiesen, weil diese noch nicht an das deutsche und europäische Stromnetz angeschlossen sind.

"Künftige Energieversorgung im Lichte der Energiewende" (Foto: Wirtschaftsrat)

Auch wenn eine EU-Regelung bei Kapazitätsmärkten oder anderen Regelungen zur Versorgungssicherung nicht absehbar ist, können regionale Kooperationen sinnvoll sein. Elektrizität hat seit Beginn ihrer industriellen Nutzung im Jahr 1879 eine herausragende Rolle bezüglich der ökonomischen und sozialen Entwicklung von Gesellschaften gespielt. In den kommenden Jahren steht ein radikaler Umbau der Energiewirtschaft bevor, der auch erhebliche volks- und betriebswirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringt.

 

Angesichts der Herausforderung „Energiewende“ stellt sich die Frage: Wie wird die Europäische Energieversorgung der Zukunft aussehen? Alternative Energien gewinnen immer mehr an Bedeutung. Der Klimawandel sowie das nahende Ende der fossilen Energievorräte unterstreichen, dass die künftige Energieerzeugung die gesamte deutsche Wirtschaft und Industrie angeht. Aus diesem Grund wird es zunehmend bedeutender, mit regenerativen Energiequellen zu arbeiten. Diese gelten als zukunftssicher und sind unerschöpflich. Doch sind die Erneuerbaren „der Weisheit letzter Schluss“? waren Fragen, welche die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer mit Thomas Bareiß MdB, Energiebeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, diskutierten.

Stefan Söchtig, Thomas Bareiss MdB, Matthias Kyank (Foto: Wirtschaftsrat)

Bareiß erläuterte, wie eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung der Zukunft, gerade auch im Hinblick auf die regionalen Bedarfe, aussehen kann. Ferner sicherte er zu, dass sich die Regierungskoalition endlich um die bestehenden Probleme des Anschlusses kümmern und bereits im Herbst einen Gesetzvorschlag diskutieren werde, der die Kapazitätsbereitstellung bei Kohle- und Gaskraftwerken regeln und so die wirtschaftlichen Probleme der Stadtwerke abfedern soll. Einig waren sich die Teilnehmer, dass noch einige konsequente Maßnahmen folgen müssen, um die Energiewende meistern zu können.

 

Nach dem Vortrag von Thomas Bareiß MdB diskutierte dieser unter Moderation von Matthias Kyank, Steuerberater im Hause der Unternehmenswerte Steuerberatungsgesellschaft mbH Ulm, mit Stefan Söchtig die neuesten Beschlüsse der Bundesregierung und die weitere Entwicklung der Energiewirtschaft in Hinsicht auf Kosten, Sicherheit und Ökologie.

 

„Die Energiewende bleibt eine Herausforderung und muss endlich auf ein marktwirtschaftliches Fundament gestellt werden“ forderte Jessica Kulitz abschließend.