27. März 2017
Kompliziertes Stimmungsbild vor der Wahl im September
Generalsekretär Wolfgang Steiger zu Gast in der Sektion Balingen/Sigmaringen
Geschäftsführer Dr. Erkes erläutert einen Produktionsprozess (Foto: Wirtschaftsrat)

Als „hidden champion“ bezeichnete Sektionssprecher Reinhold Schlegel den Gastgeber Zollern GmbH in Sigmaringen – und auch die Teilnehmer zeigten sich begeistert vom Gastgeber. Bei der Betriebsführung erläuterten Geschäftsführer Dr. Erkes und Geschäftsfeldleiter Dr. Busse unter anderem die Produktion der Turbinenräder für Turbolader. 

Geschäftsführer Dr. Klaus Erkes, S.H. Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern, Generalsekretär Wolfgang Steiger und Sektionssprecher Reinhold Schlegel (v.l.) (Foto: Wirtschaftsrat)

Anschließend gab Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, einen Einblick in die aktuellen politischen Geschehnisse in Berlin und auf internationaler Ebene. Auch mit Blick auf die Wahl am Abend zuvor im Saarland, bei der die SPD trotz der Euphorie um den „Schulz-Zug“ einen Verlust einstecken musste. „Große Euphorie – wenig Substanz“, so charakterisierte Steiger den Hype um den Kanzlerkandidaten. Er kritisierte beispielsweise sein Vorhaben, das Arbeitslosengeld I auf vier Jahre zu verlängern – auf diese Weise kehre man zurück zu Arbeitslosenzahlen aus den späten Neunzigern.

Die Flüchtlingskrise und deren Folgen betreffend forderte Steiger die Ausweitung des Kreises der sicheren Herkunftsstaaten und die Schaffung von Auffangmöglichkeiten in Nordafrika, um den Schlepp             erbanden das Handwerk zu legen. Außerdem „müssen wir uns mit unserem Asylrecht grundlegend und ehrlich auseinandersetzen“, fordert Steiger. Unser Sozialstaat halte keine unbegrenzte Zuwanderung aus. 

Abschließend ging Steiger auf die schwierige Stimmungslage in den Gründerstaaten der EU ein. So nannte er zum Beispiel die AfD in Deutschland, die schwierige Abstimmung über CETA in Belgien und nicht zuletzt die anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich mit der Kandidaten Le Pen vom rechtsextremen Front National. Von dieser Wahl hänge viel ab, Steigers Prognose lautet: „Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich entscheidet sich nicht weniger als die Zukunft Europas“.