20. Februar 2020
Kommunalwahl 2021 - Frankfurt der Zukunft
Beim Frankfurter Unternehmerfrühstück sprach Markus Frank, Stadtrat und Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt über die zukünftige Entwicklung des Industriestandorts sowie die anstehenden Kommunalwahlen im nächsten Jahr.
Markus Frank, Stadtrat und Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt. Foto: Wirtschaftsrat.

Die Gefahren des Populismus innerhalb unserer Gesellschaft nehmen weiterhin zu. Im Zuge dessen wird es daher wichtig, Verantwortung zu übernehmen und sich klar zu positionieren. Eingangs verdeutlicht Stadtrat Frank die Notwendigkeit, sich weiterhin um die Belange der Bürger zu kümmern und diese ernst zu nehmen, „denn dies mache Frankfurt aus“.Gleichzeitig sollten die populären Industriezweige Frankfurts, laut Frank jedoch nicht vernachlässigt werden, da die lokale Wertschöpfung als Grundlage des Wohlstands gilt. Der so genannte „Masterplan Industrie“, welcher vor einigen Jahren durchgesetzt wurde, bildet den Grundbaustein, um das Vertrauen der in den Wirtschaftsstandort langfristig zu sichern. Denn die ansässigen Industrieparks konnten aufgrund liberaler und moderner Konzepte optimiert und angepasst werden. „Wirtschaftlicher Sachverstand ist in diesen Zeiten, vor dem Hintergrund der voranschreitenden Globalisierung und Ereignissen wie dem Brexit, gerade für Frankfurt wichtiger denn je“, so der Wirtschaftsdezernent.

Die Arbeitsmarktentwicklung in den letzten Jahren veranschaulicht diesen Prozess, denn jährlich konnten zwischen 10.000 und 20.000 neue Arbeitsplätze in Frankfurt geschaffen werden. Wirtschaftsdezernent  Frank warnt jedoch gleichzeitig vor den steigenden Nachwuchsproblemen in vielen Industriezweigen, denn gut ausgebildete Arbeitskräfte bilden das Fundament der deutschen Wirtschaftskraft. Auch die steigenden Energiekosten benachteiligen Deutschland mittelfristig im globalen Wettbewerb, weshalb Investitionen in verschiedene neue Energietechnologien nötig sind. „Wie schaffen wir es, ein Problem zu lösen?“, fragt Frank die Teilnehmer. Das Zitat lässt sich auf das Pendleraufkommen in Frankfurt übertragen. Täglich pendeln zwischen 400.000 und 500.000 Menschen Richtung Frankfurt. Laut Frank ist dies zukünftig nur weiterhin möglich, wenn die verschiedenen Verkehrsmittel „versöhnt“ werden. Das bedeutet, einen diversen Bestand an Fortbewegungsmitteln zu tolerieren und für die Zukunft zu optimieren, nicht zuletzt um auch ein solidarisches Miteinander zu fördern.

Für Deutschland ist die Automobilindustrie essentiell. Vor diesem Hintergrund ist es laut Frank desaströs für die Stadt Frankfurt, die Internationale Automobilausstellung (IAA), welche seit 1951 ununterbrochen in Frankfurt stattgefunden hat, verloren zu haben. Im Kontrast zu den gescheiterten Gesprächen zur IAA verdeutlicht das Beispiel des Frankfurter Flughafens den zielorientierten und letztendlich konstruktiven Ansatz des Dialogs, der Frankfurt nachhaltig und positiv beeinflusst hat. Darüber hinaus konnten auf Basis des Dialogs über 40 Finanzinstitute für den Standort Frankfurt geworben werden, welche im Zuge des Brexit den Finanzstandort London verlassen werden. In diesem Sinne appelliert Herr Frank: „ Wir müssen uns Tag für Tag um die Wirtschaft kümmern.“ Frankfurt bildet einen Knotenpunkt für die digitale Welt von heute und morgen. Doch um weiterhin online zu sein, benötigt Deutschland endlich eigene und konkurrenzfähige Technologien. „Gelingt uns das, so werden Deutschland, Hessen und Frankfurt weiterhin in führenden Technologien und Industrien zur Weltspitze gehören.“

Kontakt
Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. - Landesverband Hessen
Telefon: 069 / 72 73-13
Telefax: 069 / 17 22-47