03. Februar 2015
Junger Wirtschaftsrat: Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz
Alexander Bode: Gesetzeslage ist nicht mehr zeitgemäß

Der Junge Wirtschaftsrat fordert die Große Koalition auf, die von CDU-Generalsekretär Peter Tauber angestoßene Debatte um ein transparentes Einwanderungsgesetz fortzusetzen und nicht im Keim zu ersticken. „Gemessen am Anstieg der Zuwanderung und auch in absoluten Zahlen hat Deutschland klassische Einwanderungsländer wie Kanada oder Australien längst abgelöst. Wir müssen jetzt endlich darüber sprechen, wie wir für hochqualifizierte Fachkräfte aus dem außereuropäischen Ausland attraktiver werden können“, mahnt der Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsrates, Alexander Bode.

Der Junge Wirtschaftsrat spricht sich für die Einführung eines Punktesystems in Anlehnung an das kanadische Einwanderungsmodell aus. „Mit einer gezielten Einwanderungspolitik lassen sich diejenigen ansprechen, die wir dauerhaft in unserer Gesellschaft integrieren können“, fordert Bode. „Unternehmen könnten international gezielt um die benötigten Fachkräfte werben und einen Standortvorteil aktiv vermarkten. Zudem lässt ein Punktesystem flexible Anpassungen an aktuelle Bedürfnisse seitens der Wirtschaft und Wissenschaft zu, ohne Gesetzgebungsprozesse als Ganzes neu anstoßen zu müssen“, so Bode weiter.

 

Damit ein Einwanderungsgesetz auch den tatsächlichen Ansprüchen und Erwartungen genügen kann, ist für den Jungen Wirtschaftsrat eine bundeseinheitliche Regelung von Einbürgerungs- und Aufenthaltsfragen unerlässlich. In der Praxis stellen unterschiedliche Auslegungen von Vorschriften innerhalb Deutschlands klare Wettbewerbsnachteile für Unternehmen und betroffene Regionen dar. Es macht wenig Sinn, dass in sechzehn Bundesländern unterschiedliche Verwaltungspraxis herrscht. Hier sollte der Gesetzgeber die bisherigen Anforderungen überprüfen und anpassen.

 

„Deutschland kann seine Standortvorteile mit dem bisherigen Einwanderungssystem nicht ausspielen. Wir brauchen daher eine breite politische Debatte darüber, wie wir einen größeren gesellschaftlichen Nutzen aus den weltweiten Migrationsbewegungen ziehen können. Dazu gehören unserer Meinung nach auch endlich die Entwicklung einer Willkommenskultur sowie die Bereitstellung von besseren Informationen über Zuwanderungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten“, betont Bode als international tätiger Unternehmer.

 

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