15. Juli 2014
Mettlach
Julia Klöckner beim traditionellen Kaminabend des Wirtschaftsrates
Stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende auf Schloß Mettlach im Saarland
Wolfgang Holzhauer, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates im Saarland, und Wendelin von Boch, Mitglied des Präsidiums des Wirtschaftsrates, konnten als Ehrengast des diesjährigen Kaminabends die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU Deutschlands,Julia Klöckner MdL, zugleich auch Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz und CDU Landtagsfraktion, begrüßen.

In ihrer Dinner Speech ging Frau Klöckner auf das Spannungsverhältnis zwischen Unternehmerschaft und Union ein. Dieses Verhältnis, so Klöckner, müsse ein permanenter Dialog sein, der zu Kompromissen und gemeinsamen Lösungen führen solle. Basis dieses Grundverständnisses sei die Soziale Marktwirtschaft.

 

Mit Blick auf die jüngsten Entscheidungen zum Mindestlohn, zur Rente mit 63, die Reform des EEG machte Klöckner deutlich, dass die Union Kompromisse mit den Sozialdemokraten habe eingehen müssen. Die habe jedoch wichtige Differenzierungen beim Mindestlohn eingebracht und mit der Einführung der Flexirente eine Möglichkeit eröffnet, die durchschnittliche tatsächliche Lebensarbeitszeit der Menschen zu verlängern. Insgesamt mahnte sie verbesserte Voraussetzungen für einen flexiblen Übergang von der abhängigen Beschäftigung in den Ruhestand an – immer mit dem Ziel, die durchschnittliche Lebensarbeitszeit zu erhöhen und dabei die individuelle Leistungsfähigkeit und die jeweilige berufliche Situation zu berücksichtigen.

Klöckner machte deutlich, dass der Einkommensteuertarif mit der sogenannten „kalten Progression“ reformiert werden müsse. Die Abgabenbelastung der abhängigen Beschäftigten müsse insgesamt gesenkt werden. Es  gelte deutlich zu machen, dass jede Sozialleistung des Staates von den Bürgerinnen und Bürgern selbst bezahlt werden müsse. Klöckner bekannte sich zum Einsatz neuer Technologien, weil sie einen Produktivitätszuwachs für die deutsche Wirtschaft und damit auch einen Beitrag zur Wohlstandssteigerung und Arbeitsplatzsicherung leisteten. Sie machte deutlich, dass man Technologie nicht mit einer Mischung aus moralischer Überheblichkeit und rückwärtsgewandten Romantizismus in gute und böse Techniken unterteilen könne. Die Zukunft, so Klöckner abschließend, hänge entscheidend auch davon ab, dass wir die Zuversicht in den Fortschritt nicht verlieren!

Impressionen Kaminabend 2014 auf Schloss Saareck
v.l.n.r.: Wendelin von Boch, Julia Klöckner MdL, Wolfgang Holzhauer und der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Frank Gotthardt (Foto: Staudt <<< feine adressen - finest - ssl >>>)
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