18. Februar 2016
Jahresempfang 2016
Erfolgsfaktoren für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt – Bildung und Forschung, Innovation und Internationalität stärken!
Mitteldeutschland und insbesondere Sachsen-Anhalt ist ein Wirtschaftsraum mit langer industrieller Tradition, die ihre Wurzeln bereits im 19. Jahrhundert und noch deutlicher zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat.
Dieter Steinecke, Landtagspräsident des Landes Sachsen-Anhalt (Foto: Wirtschaftsrat)

Durch die Jahrzehnte hinweg erlebte dieses Gebiet Höhen und Tiefen, Aufbau und Zerstörung, konnte aber immer wieder, bei allen Rückschlägen, an Bewährtes anknüpfen.Insbesondere nach 40 Jahren Planwirtschaft war der Neuanfang besonders schwierig. Die DDR war vom Weltmarktgeschehen abgeschottet und man setzte auf große und komplexe Kombinate, die natürlich politisch initiiert waren. Auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts existierten viele solcher Kombinate, beispielsweise die großen Schwermaschinen- und Chemiekombinate im Dreieck Bitterfeld-Leuna-Halle. Dann kam die Friedliche Revolution.

 

Auf dem diesjährigen Jahresempfang des Wirtschaftsrates Sachsen-Anhalt in der Georg-Friedrich-Händel Halle in Halle (Saale) trafen Spitzenpolitiker des Landes auf eine breite Unternehmerschaft aus allen Regionen Sachsen-Anhalts um über Wachstumsfaktoren zu diskutieren. Als besonderen Gast begrüßte der Wirtschaftsrat den Landtagspräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dieter Steinecke.

Udo Unbehaun, Sprecher der Sektion Halle des Wirtschaftsrates (Foto: Wirtschaftsrat)

Was sind die entscheidenden Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik in Sachsen-Anhalt? Der Landtagspräsident betont vor allem die Faktoren Investitionen, Innovationen und Fachkräftesicherung.Der demografische Trend lässt sich in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten nicht umkehren. Fachkräfteengpässe sind also programmiert, in einigen Regionen und Branchen gibt es sie bereits jetzt. Daher müssen wir uns überlegen, wie wir den demografischen Wandel in den Griff bekommen. Angefangen bei der Pflege, der Gesundheit, der Bildungsinfrastruktur bis hin zum Thema Fachkräftemangel. Der demographische Wandel sollte nicht nur beklagt werden, denn er stellt zugleich eine Chance für alle dar.

 

Nach einer abschließenden Diskussion versammelten sich die Unternehmer der Region zu einem Get-together in der Händel-Halle.