29. September 2015
Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt: Thesenpapier fordert Schnellprogramm
Wolfgang Steiger: Wir müssen konkrete Maßnahmen ergreifen!

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger, fordert in einem Thesenpapier ein Schnellprogramm für eine rasche Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. „Um der Gefahr einer sich verfestigenden Arbeitslosigkeit vorzubauen, müsse es neben einem großen Angebot an Sprach- und Weiterbildungskursen auch gesenkte Einstiegslöhne für Flüchtlinge geben“, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer Ausgabe vom 28.09.2015 aus dem Thesenpapier.

Die Ausnahmeregelung, die bereits eine Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen in den ersten sechs Monaten unter dem gesetzlichen Mindestlohn erlaubt, soll hierzu auch für anerkannte Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge von Beginn an angewendet werden. „Wenn die Tarifpartner, insbesondere die Gewerkschaften, ihren erklärten Aufnahmewillen ernst meinen, müssten sie konditionierte, befristete tarifliche Öffnungen für die Integration von Flüchtlingen kurzfristig einräumen. Hier wird sich zeigen, ob aus den jüngsten Willkommens-Erklärungen auch konkrete Schlüsse gezogen werden“, so Steiger.

Das Thesenpapier fordert als Maßnahmen:

  • Sprachbarrieren als Haupthindernis abbauen!
  • Bürokratische Arbeitsplatz-Schwellen senken!
  • Öffnungen beim Mindestlohn und Branchen-Einstiegslöhnen ermöglichen!
  • Praktikumsoffensive starten!
  • Qualifizierungsoffensive durch Kammern, Bildungsträger und Hochschulen dringend erforderlich!
  • Niedrigere finanzielle Anreize erhöhen Integrationswillen der angekommenen Einwanderer!

„Ungeachtet der hohen Flüchtlingszahl hält der Wirtschaftsrat an seiner Forderung nach einer Reform des Einwanderungsrechts für Fachkräfte fest. Bei nüchterner Betrachtung der Qualifikationen von Flüchtlingen werde sich die wachsende Fachkräftelücke nur zum Teil mit ihrer Hilfe decken lassen. Notwendig seien daher großzügigere Einwanderungsregeln für qualifizierte Fachkräfte auf der einen Seite und konsequentere Maßnahmen gegen Asylmissbrauch auf der anderen“; schreibt die FAZ.

 

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