19. März 2015
Indisch-Deutscher Wirtschaftsabend: "Mehr als man erwartet"
Foto: Wirtschaftsrat

Die Landesfachkommission Internationaler Kreis des Wirtschaftsrats Hessen veranstaltete am 19. März zusammen in Kooperation mit Srita Heide International den Deutsch-Indischen Wirtschaftsabend. Hierzu versammelten sich Vertreter aus Wirtschaft und Politik, um einen Einblick in das Leben und Arbeiten in Indien zu geben. 

 

Der indische Generalkonsul, Herr Ravesh Kumar, merkte zunächst an, dass Indien lange Zeit nicht auf dem Radar der deutschen Unternehmen gewesen sei, diese aber langsam an den Wandel in Indien glauben würden. Schließlich gibt es seit über 30 Jahren wieder eine Mehrheitsregierung mit Präsident Modi an der Spitze. Dieser bemüht sich um mehr Transparenz und den Abbau von Bürokratie im Land, erste Fortschritte sind bereits zu sehen. Beim Imagewandel soll auch das Projekt „Make in India“ helfen, mit dem sich der Subkontinent um wirtschaftliche Investitionen bemüht. Diese können dem Land helfen, effektiver an einer besseren Zukunft zu arbeiten. 

 

Dr. Clemens Weis, General Manager beim IT-Unternehmen Wipro, kann von guten Erfahrungen mit geschäftlichen Beziehung nach Indien berichten und merkte mit einem Augenzwinkern an, Europa und Indien seien gar nicht so verschieden: Beide setzen sich aus 28 Staaten zusammen, wobei der etwas chaotischere Süden das organisierte Zentrum kontrastiert. 

 

Burkhard Kübel-Sorger, Vorstandsmitglied bei J.P. Morgan, betrachtete aus der Arbeitgebersicht vor allem die „Millennials“, die junge, technologieaffine Generation. Er merkt an, dass man sich für diese als Arbeitgeber durchaus attraktiv machen und herausstechen muss. Auch betont er die Notwendigkeit die andere Kultur zu verstehen und ist der Meinung „das Rezept für den Erfolg liegt darin, die Menschen zusammenzubringen, sei es mit Humor oder auch einem guten Essen“. 

 

Mit Anekdoten aus seinem indischen Alltag, erheiterte Martin Born, Production & Project Manager bei PVA Arnhem abschließend die Gäste. Er arbeitete zweieinhalb Jahre lang für Freudenberg Household vor allem im Norden des Landes. Er rät, sich am besten direkt dort ins Leben zu begeben anstatt allzu große Scheu an den Tag zu legen. Im Business sei zwar ein langer Atem nötig, aber man bekomme in Indien in jederlei Hinsicht stets „mehr als man erwartet“.

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