19. Februar 2020
Handwerk und Mittelstand fortschrittlicher als ihr Ruf
Die Sektion Wetterau lud zu einer Betriebsbesichtigung in eines der fortschrittlichsten Dental-Techniklabore im Rhein-Main-Gebiet. Lisa Ulbricht-Schmalz, Mitglied der Geschäftsleitung, und Peter Eiselt, Laborleiter der Ulbricht Dental-Technik sowie Christian Mankel, Geschäftsführer der Zahntechniker-Innung Rhein-Main, erklärten den Teilnehmer die Möglichkeiten einer frühzeitigen Digitalisierung von Handwerksunternehmen anhand des Unternehmens.

In dem über 30-jährigen Familienunternehmen ist die nächste Generation durch die Tochter, Lisa Ulbricht-Schmalz, seit 2000 zunächst als Auszubildende und mittlerweile als Mitglied der Geschäftsleitung tatkräftig involviert. Sie und ihr Vater, Rainer Ulbricht, der das Unternehmen 1990 gründete, können dabei auf ein kontinuierliches Wachstum an Aufträgen und Personal zurückblicken. Mittlerweile beschäftigt dieses sehr innovative Labor rund 30 Beschäftige.

Christian Mankel, Innungsgeschäftsführer für die Zahntechnik, ging in seinem kurzen Impuls-Vortrag auf den sich vollziehenden technologischen Wandel in der Branche ein. „Zahntechnik aus Innungsbetrieben bedeutet: Handwerklich präzise, digital, qualitativ hochwertig und ortsnah, wofür die Ulbricht Dental-Technik GmbH vorbildlich steht“, erklärte er. Als Gefahr für die Branche beschrieb Mankel die stetig wachsenden regulatorischen Belastungen in den Bereichen Arbeitsschutz, Datenschutz, psychische Belastungsbeurteilungen, Medizinprodukterecht und vielen weiteren mehr, die für einen mittelständischen Betrieb kaum mehr realisierbar seien.

Abschließend betonten Mankel, unterstützt durch Ulbricht-Schmalz und Eiselt, dass das Handwerk und der Mittelstand, welche das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden, oftmals fortschrittlicher sind als ihr Ruf es vermuten lässt bzw. in der Öffentlichkeit propagiert wird.