02. Mai 2017
IHK Präsident Stefan Hagen mahnt engere Zusammenarbeit in der Region Bonn/Rhein-Sieg an
Vortrag beim Wirtschaftsrat der Sektion Bonn/Rhein-Sieg
v.l.n.r. Sebastian Schuster, Klaus Schumacher, Stefan Hagen, Bernhard Kirschbaum (Foto: Wirtschaftsrat)

Im Februar war Stefan Hagen zum 17. Präsidenten in der 126 jährigen Geschichte der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg gewählt worden. Jetzt konnte Sektionsvorsitzender Bernhard Kirschbaum den 52jährigen Geschäftsführer der Hagen Consulting & Training GmbH mit Sitz in Siegburg erstmals als Gastredner beim Wirtschaftsrat der CDU e.V. der Sektion Bonn/Rhein-Sieg begrüßen.


Der IHK-Präsident plädierte vehement für eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit, für die es zwei Motive gebe: „Not und Gewinn“. Vor dem Hintergrund tausender Pendler, die in Bonn arbeiten und im Rhein-Sieg-Kreis wohnen, seien die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis zu einer engen Kooperation in der Infrastrukturpolitik verpflichtet. Dies gelte für die Verkehrspolitik, den Breitbandausbau und die Entwicklung neuer Gewerbeflächen gleichermaßen. Im ÖPNV sollte eine einheitliche Tarifzone für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis geschaffen werden. „Die Strukturen müssen zusammenwachsen“, forderte Hagen. Als „großes Thema“ für die Region sieht er den Digital Hub. Konkret sprach sich der IHK-Präsident Hagen für die Ansiedlung von Unternehmen im unmittelbaren Umfeld des ICE-Bahnhofs Siegburg aus. Vorbild sei hierbei die Entwicklung des ICE-Bahnhofs Montabaur.


Ähnliche Herausforderungen wie für die Region Bonn/Rhein-Sieg sieht der Unternehmer für die Metropolregion Rheinland, in der 8,5 Millionen Menschen im Gebiet der Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln leben. Der Verein Metropolregion Rheinland wurde am 20. Februar 2017 gegründet. Für die weitere Entwicklung der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht Stefan Hagen die Infrastruktur- und Verkehrspolitik als entscheidend an. Er nannte hierzu weitere Rhein-Querungen (Brücke Godorf-Niederkassel), Erneuerung und Sanierung von Autobahnbrücken und eine Verbesserung der Straßeninfrastruktur beispielsweise in Form der Südtangente Bonn. Als eine vordringliche Aufgabe der Metropolregion sieht Hagen auch die gemeinsame Vermarktung der zahlreichen herausragenden Sehenswürdigkeiten. Dies sei die entscheidende Voraussetzung, um Anschluss an den Bekanntheitsgrad und die touristische Anziehungskraft anderer Metropolregionen der Welt zu finden.