09. März 2017
Ideen made in Baden-Württemberg
InnoForum | 2017
„Mehr Vertrauen für kühne Ideen“ - unter diesem Leitgedanken fand das InnoForum des Landesverbands Baden-Württemberg bei der ZEAG Energie AG in Heilbronn statt. Know-How-Transfer und „Out-of-the-box“-Denken wurden gefördert sowie Innovationen made in Baden-Württemberg von den verschiedenen Rednern präsentiert.
Mackevision-CEO Armin Pohl (Foto: WR)

Jede Innovation beginnt mit einer kreativen Idee. Wie wirken sich flexible Arbeitszeiten und abwechslungsreiche Arbeitsplätze auf die Kreativität der Mitarbeiter aus? Dr. Stefan Rief vom Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation IAO erklärte, dass „Freiheitliches Arbeiten“ im Unternehmen ein motivierender Faktor sei, denn dies fördere die Freude an der Arbeit. Der Arbeitsort selbst könne durch Gestaltungsmöglichkeiten wie Coworking Spaces in eine effektivere Kreativfabrik verwandelt werden.

 

Kreativ ist auch das Berliner Geschäftsmodell „Makea Industries Berlin“, das Daniel Heltzel und Wolf Jeschonnek vorstellten. In der offenen Entwicklungswerkstatt „Fab Lab Berlin“ können Hobby-Tüftler und Tech-Pioniere ihr Wissen austauschen. Die Werkstatt mit Maschinenpark, 3D-Drucker oder CNC-Fräser macht aus Ideen praxistaugliche Produkte - sozusagen eine Wiege deutscher Start-Ups.

 

Aber auch Erfolgsrezepte aus etablierten Konzernen hielten Einzug in das InnoForum. Erich Harsch, der Vorsitzende der Geschäftsführung der dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, gab einen Einblick in die innovative „Führungskultur“ des Unternehmens: „So viele Regeln wie nötig, aber so wenig wie möglich.“ Dadurch können Mitarbeiter ihr Arbeitsumfelds eigenständig und verantwortungsvoll gestalten.

 

Der zweite Teil der Vortragsreihe wurde von Prof. Dr. Michael Feindt angeführt. Der Gründer & Chief Scientific Advisor des Big-Data-Unternehmens Blue Yonder aus Karlsruhe verriet, wie digitale Anwendungen, Predictive Applications, beispielsweise die Fehlartikelraten in Supermärkten erheblich vermindern können.

 

Auch der Filmindustrie kommt die Digitalisierung zu Gute, wie der CGI-Pionier Armin Pohl, CEO von Mackevision Medien Design GmbH aus Stuttgart, in einer beeindruckenden Präsentation veranschaulichte. So lassen sich ganze Bildwelten am PC erzeugen - getreu dem Motto „virtuell ist real“.

 

Felix Mann, Head of Corporate Communications der TeamViewer GmbH, betonte abschließend die Notwendigkeit für junge Start-Ups, aber auch für etablierte Akteure, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und Innovationen an den Markt zu bringen.

 

Passend hierzu plädierte der Vorsitzende der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, für eine neue Gründerkultur im Land, denn „Baden-Württemberg muss zur digitalen Gründerregion Europas werden“.

 

Die Best-Practices des InnoForums zeigten jedenfalls schon, dass Mut und Vertrauen für kühne Ideen die ersten innovativen Früchte tragen.

Impressionen InnoForum | 2017
Armin Pohl, CEO von Mackevision, bei seinem multimedialen Vortrag (Foto: WR)
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