07. Juli 2014
Hessische Unternehmer beurteilen Regierungspolitik negativ
Umfrage: 83 Prozent der Befragten sind weniger oder gar nicht zufrieden
In einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsrates in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Dimap sind 92 Prozent der Wirtschaftsrat-Mitglieder aus Hessen der Meinung, dass die bisherigen Maßnahmen der Regierung nicht ausreichen, um den Anstieg der Energiepreise einzudämmen. Um die Energiewende zum Erfolg zu führen halten es 80 Prozent der Befragten für besonders dringend, den Ausbau der Stromnetze weiter voran zu treiben.

Der Vorsitzende des Landesverbandes Hessen Professor Hans Helmut Schetter: „Der Ausbau der Netze wurde bislang sträflich vernachlässigt. In Zukunft muss dieser bei allen Planungen berücksichtigt werden und mit dem Ausbau der Erneuerbaren synchron erfolgen. Unsere Mitglieder sind außerdem der Ansicht, dass ein Mammutprojekt wie die Energiewende nicht der Kleinstaaterei zum Opfer fallen darf. 80 Prozent der Befragten fordern,  die Energiewende als europäisches Projekt zu behandeln.“


Weitere Ergebnisse: 83 Prozent der befragten hessischen Mitglieder sind mit den bisherigen Ergebnissen der großen Koalition weniger oder gar nicht zufrieden. Bundesweit lag der Wert laut Umfrage bei 79 Prozent. Lediglich in der Europa- und Haushaltspolitik urteilten die Hessen gnädiger. 46 bzw. 55 Prozent zeigten sich hier weniger oder gar nicht zufrieden. 
Dafür schlagen die hessischen Negativergebnisse bei der Bewertung der Steuerpolitik voll ins Kontor von Merkel und Co. Satte 89 Prozent sind mit diesem Politikfeld weniger oder gar  nicht zufrieden. „Wir erleben derzeit laufend neue Rekorde bei den Steuereinnahmen. Ein Einnahmeproblem hat der Staat nicht. Die Politik muss die Mittel nur effizienter einsetzen“, so Hans Helmut Schetter.


Ähnlich sieht es bei der Energiepolitik (83 Prozent), der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik (75 Prozent) und der Rentenpolitik (86 Prozent) aus. 


Und welche Koalition würden die hessischen Wirtschaftsfachleute künftig bevorzugen? CDU/CSU und FDP: 32 Prozent; SPD und Grüne: 1 Prozent; 5 Prozent könnten sich noch einmal eine große Koalition vorstellen; Schwarz/Grün wäre für immerhin 29 Prozent eine Option – übrigens der höchste Wert im Vergleich zu allen Bundesländern; 8 Prozent wären für eine Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen; immerhin17 Prozent votierten für ein Zusammengehen von CDU/CSU und der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD). Und die FDP als marktwirtschaftliches Korrektiv im Bundestag vermissen 63 Prozent der befragten Hessen, 33 Prozent vermissen sie nicht.

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