11. August 2010
Gute Prognosen für den Bremer Mittelstand
Das Unternehmen Creditreform Bremen befragt alle halbe Jahr die mittelständischen Unternehmen zur Wirtschaftslage in der Stadt Bremen und veröffentlicht eine entsprechende Studie.

Die für die Untersuchung infrage kommenden Unternehmen dürfen bis zu 500 Mitarbeiter beschäftigen, maximal 50 Millionen Euro Umsatz verbuchen und müssen inhabergeführt sein. Die Unternehmer werden in der Studie zu den Themen allgemeine Wirtschaftslage, Umsatz, Personalbestand, Investitionen und Aussichten befragt.

Beim Wirtschaftspolitischen Frühstück des Wirtschaftsrates Bremen stellten Dipl-Kffr. Verena Seddig, Creditreform Bremen Seggig KG, und Dr. Peter Dahlke, Creditreform Bremerhaven Dahlke KG, die Ergebnisse der letzten Studie vom Frühjahr 2010 vor. Dabei zeichnete sich trotz der Wirtschaftskrise und dem langen Winter ein positives Bild ab. So konnte der Personalbestand beispielsweise in einem Großteil der Unternehmen gehalten werden. Zudem sahen die Unternehmer dem Jahr 2010 optimistischer entgegen als dem Vorjahr. Über 30 Prozent rechneten zum Beispiel mit einer Steigerung ihres Umsatzes. Die Umfrage im Herbst wird zeigen, ob sich diese Voraussagen bewahrheitet haben und die Vertreter der Wirtschaft weiter positiv in die Zukunft blicken.

Die Referenten gingen außerdem noch auf das Gründungs- und Insolvenzgeschehen im ersten Halbjahr 2010 ein. In Bremen gab es während dieses Zeitraumes ein Drittel mehr Neueintragungen als Löschungen im Handelsregister. Auch bei den Unternehmensinsolvenzen steht das Land im bundesweiten Vergleich gut da. Bei den Verbraucherinsolvenzen wird jedoch noch mit einem starken Anstieg der Zahlen gerechnet, da diese konjunkturverschoben eintreten.

In der anschließenden regen Diskussion regten die Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates an, die Studie nicht nur unter mittelständischen Unternehmen in Bremen, sondern auch Bremerhaven und vielleicht sogar die gesamte Metropolregion miteinzubeziehen und die Ergebnisse mit in die Studie einfließen zu lassen.