25. Juli 2018
futureSAX - Die Innovationsplattform des Freistaates
Marina Heimann, Geschäftsführerin der futureSAX GmbH, exklusiv im Gespräch
Funktionierende Netzwerke zwischen mittelständischer Wirtschaft und Wissenschaft geben Innnovationen die Chance, sich für die Wertschöpfung zu behaupten. Etablierte Unternehmer wie Gründer gewinnen im Austausch wertvolle Inspirationen, die eigenen Potenziale zu schärfen. Der Wirtschaftsrat fordert daher seit Jahren, dem Beispiel von „Bayern innovativ“ zu folgen und eine sächsische Innovationsplattform zu etablieren.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Mit futureSAX wird dieses essentielle Anliegen jetzt mit Leben gefüllt. Beim Transfer innovativer Ideen besteht nach wie vor Handlungsbedarf. Auch die Finanzausstattung mit Risikokapital und Fördermitteln gestaltet sich äußerst schwierig. Der Wirtschaftsrat setzt sich dafür ein, diese Lücken mit geeigneten Instrumenten zu schließen. Es hat uns sehr gefreut, dass wir die Gelegenheit zum näheren Kennenlernen von futureSAX, zum exklusiven Austausch sowie zum Ausloten weiterer Kooperationsmöglichkeiten, aus erster Hand – von der futureSAX- Geschäftsführerin, Marina Heimann – erhalten haben.

Marina Heimann zeichnete zunächst die Entwicklungslinien von futureSAX – vom reinen Businessplan-Wettbewerb, damals noch im SMWA angebunden, bis zum heutigen Innovationsnetzwerk, seit 2017 als eigenständige GmbH des Freistaates Sachsen – nach. Heute zählen 7.500 Partner zum jährlich wachsenden Netzwerk, welches branchenübergreifend Innovationen auf die Straße bringt. Darunter zählen Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gründer, Kapitalgeber, Alumni sowie staatliche Organisationen. Vereint soll es gelingen, die in Sachsen seit jeher vorhandenen substanziellen Geschäftsideen zur Marktreife zu führen. Positiv wirkt sich hierbei die Vielfalt und Nähe zu den Forschungseinrichtungen im Freistaat aus. 

(Foto: Wirtschaftsrat)

Hilfestellung bei der Prüfung von Geschäftsideen offeriert das Netzwerk außerdem. Gründer, die Kapitalgeber (Business Angels, Gründerfonds etc.) benötigen, können in sog. Pitches (Ideenwettbewerbe) um die Gunst der Investoren buhlen und in wenigen Minuten das Wesen ihrer Geschäftsidee vorstellen. Dabei geht es immer auch um Technologietransfer. Wer das Rennen macht, kommt zum einen in den Genuss von Venture Capital und kann andererseits auch noch einen Preis, wie z.B. den futureSAX-Publikumspreis, gewinnen. Hilfestellung leisten ebenfalls Mentoren (etablierte Unternehmer), welche den Gründern mit Rat und Tat sowie zur Vermeidung von Fehlern in der Gründungsphase zur Seite stehen. Noch früher für Unternehmertum zu begeistern, heißt in den Schulen anzusetzen. Entsprechend ist futureSAX seit 2015 Partner von „Jugend forscht“ (Altersgruppe 15-21 Jahre) und seit 2018 Partner von „Startup Teens“ (Altersgruppe 14-19 Jahre). Frau Heimann kam nicht mit leeren Händen, vielmehr konnte die Zuhörerschaft eine „Wundertüte“ mit Informationen über das Netzwerk mit nach Hause nehmen. Wir danken Frau Heimann für ihr Engagement und freuen uns auf die nächste Zusammenkunft!