23. Juni 2015
Friedrichsruher Begegnung 2015
Unter dem Motto:„Herausforderungen des Jahres 2016“: Digitalisierung als einer der Megatrends der Zukunft
Unternehmergespräch mit Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe, Künzelsau
Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth (Foto: WR)

Zweiflingen-Friedrichsruhe. „Die Digitalisierung der modernen Gesellschaft, und insbesondere von Wirtschaft und Industrie, ist einer der Megatrends der Zukunft. Diese ist so bedeutend wie die erste industrielle Revolution“ sensibilisierte Manfred Kurz, Sprecher der Sektion Hohenlohe/Schwäbisch Hall, die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer der Region im Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe und bedankte sich bei der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim eG für die freundliche Unterstützung der Veranstaltung.

 

Zu seiner großen Freude konnte Manfred Kurz zu diesem Anlass Eberhard Spies, dem Vorstandsvorsitzenden der VR Bank Schwäbisch Hall eG, die Ehrenurkunde für langjährige Mitgliedschaft im Wirtschaftsrat der CDU e.V. und für seine Verdienste im Einsatz um die Soziale Marktwirtschaft überreichen.

Manfred Kurz, Reinhold Würth (Foto: WR)

Untrennbar ist die Geschichte der Würth-Gruppe mit dem Unternehmer Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, dem heutigen Stiftungsaufsichtsratsvorsitzenden der Würth-Gruppe, verbunden. Der Aufbau des Familienunternehmens mit heute über 400 Gesellschaften in über 80 Ländern ist eine in der internationalen Unternehmerlandschaft beispielhafte Erfolgsgeschichte.

 

1945 wurde in Deutschland das Mutterunternehmen des Konzerns, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, durch Adolf Würth gegründet. Reinhold Würth begann 1949 mit 14 Jahren in der väterlichen Schraubengroßhandlung eine kaufmännische Lehre, bevor er als 19-Jähriger das Unternehmen dann übernahm. Aus dem damaligen Zweimannbetrieb wurde ein weltweit tätiger Handelskonzern.

 

Geprägt von der seit jeher geltenden Unternehmenskultur, die auf Grundwerten wie Optimismus, Dynamik, Hochachtung vor den Mitarbeitern und ihren Leistungen sowie aktivem Einsatz für die Kunden basiert, stellt diese gleichwohl den maßgeblichen Erfolgsmotor des Familienunternehmens dar.

Manfred Kurz ehrt Eberhard Spies für langjährige Mitgliedschaft (Foto: WR)

Der Würth-Gruppe ist in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial, Weltmarktführer und hat im Geschäftsjahr 2014 gemäß vorläufigem Jahresabschluss einen Umsatz von 10,2 Milliarden Euro erzielt. Aber auch das Engagement von Reinhold Würth im Bereich Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft sowie Bildung und Erziehung ist nicht außer Acht zu lassen.

 

„Die Wirtschaft wird nicht von PC’s, sondern von Menschen getrieben. Nichts geht dabei über den persönlichen Kontakt mit unserem Kunden“ führte Prof. Würth aus und erwiderte so auf die Herausforderung und Fragen zur kommenden Digitalisierung. Nichts desto trotz spiele die fortschreitende Digitalisierung auch in seiner Unternehmensgruppe eine enorme Rolle.

 

„Unsere Unternehmenskultur ist mehr, als dem Mitarbeiter einen schönen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Wir wollen ein „Wir-Gefühl“, eine Heimstatt für die Mitarbeiter bieten“ und belegte dies anschaulich mit eindrücklichen Zahlen, die die geringe Personalfluktuation des Konzerns, z.B. im Bereich des Außendienstes, eindrucksvoll belegten.

 

Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer zeigten sich zutiefst beeindruckt über das Lebenswerk und die Unternehmerpersönlichkeit Reinhold Würths. Sie nutzten die Gelegenheit, exklusive Einblicke in die Erfolgsgeschichte des Unternehmens zu erlangen, aber auch Zeit zu finden, für intensiven Austausch und Diskussion im Rahmen des anschließenden Empfangs der diesjährigen Friedrichsruher Begegnung.