03. Mai 2011
Finding Ways through the Political and Economic Crises of the 21st Century
US-Generalkonsul Edward M. Alford diskutiert mit den Mitgliedern der Sektion Ravensburg/Friedrichshafen
Zu einer herausragenden Veranstaltung mit US-Generalkonsul Edward M. Alford hatte die Sektion Ravensburg/Friedrichshafen des Wirtschaftsrates geladen. Im festlichen Rahmen geboten durch das Bodensee-Hotel Sonnenhof, diskutierten die Mitglieder mit dem Generalkonsul die aktuelle Lage.
v.l.n.r.: Dr. Andreas Wolf, Mitglied Sektionsvorstand; Helmut Hirner, Sektionssprecher, US-Generalkonsul Edward M. Alford; Bernhard Feßler, Landesgeschäftsführer (Foto: Wirtschaftsrat)

In hervorragendem Deutsch schilderte er die sich ändernde Rolle Amerikas und Europas in der Welt: „Der Wandel von der bipolaren zur multipolaren Weltordnung stellt uns vor ganz neue Herausforderungen, die zu lösen sind. Jeder dieser Wege wird ein neuer sein, keinen werden wir vorher schon einmal beschritten haben und kein Land wird ihn alleine gehen.“

 

Gefragt nach der Wahrnehmung Deutschlands in den USA nach der deutschen Enthaltung bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat gab er folgende Antwort: „Deutschland ist der wichtigste Partner der USA in Europa. Wir stimmen in unseren Positionen zu 90 Prozent überein. Das reicht aus für eine gute Zusammenarbeit.“

Auf die Frage nach einem Ausweg aus der Krise im Nahen Osten analog einem Marshall-Plan antwortete er: „Im Arabischen Raum ist die Situation eine andere als damals in Deutschland. Deutschland war für einen Neustart bereit, einzig das nötige Kapital fehlte. Nur eine marktwirtschaftliche Ordnung kann für die Länder des Arabischen Raums einen Ausweg bieten und eine Zukunftsperspektive für die jungen Menschen dort schaffen. Dazu brauchen wir private Investoren, denn kein Staat hat heute so viel Geld, um Staatshilfen in einer solchen Höhe aufzubringen.“

 

Angesprochen auf das Wahlergebnis in Baden-Württemberg konstatierte er - ganz Diplomat- „Wir begrüßen und unterstützen die Demokratie“.