11. Juni 2014
"EZB hat kurzfristig erneut Zeit für die Politik gekauft"
Reuters

„Durch die Entscheidung der EZB wird der deutsche Sparer zur Kasse gebeten, den Südländern zu helfen, die sich nicht schnell genug reformiert haben. Der Euro ist nicht zu haben ohne Solidarität. Die EZB hat kurzfristig erneut Zeit für die Politik gekauft. Dies mag unter den gegebenen Umständen angemessen erscheinen, stellt aber mit Sicherheit langfristig keine Lösung dar. Es zeigt, dass die Eurokrise nicht beendet ist. Demokratietheoretisch sind hier Fragezeichen anzumerken. Eigentlich muss die Politik handeln", erklärte der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Prof. Dr. Kurt J. Lauk, gegenüber Reuters.


"Letztlich ist zu erwarten, dass sich der Euro auf einen Wechselkurs von 1,30 zum Dollar entwickeln soll. Dies hilft der Exportfähigkeit der Südländer und schadet der deutschen Wirtschaft nicht. Im Übrigen hilft die Zinssenkung auch dem deutschen Bundeshaushalt. Was dem deutschen Sparer schadet, trägt zum Haushaltsausgleich bei. Die jüngste Nachtsitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags hat dies nachhaltig gezeigt“, so Lauk weiter.

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