03. Juli 2013
Europa verknappt CO2-Zertifikate
Handelsblatt

"Niemand soll sich dadurch Sand in die Augen streuen lassen, dass die Zustimmung zu verknappung mit einem Fonds versüßt wird, in den zwei Drittel der zurückgehaltenen Zertifikate fließen und und aus dem ab 2016 der Abbau des CO2-Ausstoßes von energieintensiven Unternehmen gefördert werden soll", sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger gegenüber dem Handelsblatt vor der Abstimmung des EU-Parlaments über den Emissionshandel.

 

„Die Gründe für den Preisverfall liegen an anderer Stelle: der Wirtschaftskrise, den erfolgreichen Effizienzanstrengungen der Industrie und dem Erfolg der erneuerbaren Energien. Sinkende Preise waren hier vorhersehbar und sind systemimmanent. Und gerade in einer Zeit des Produktionsrückgangs ist es gut und richtig, die europäische Industrie vor weiteren Belastungen zu schützen. Von einem Eingriff in den Zertifikate-Markt rät der Wirtschaftsrat daher auch weiterhin ab“, so Steiger weiter. „Anstatt Investoren zu verunsichern wäre eine durchdachte strukturelle Reform des Systems mit einem Zeithorizont bis zum Jahr 2030 notwendig, die auch den Ausbau der erneuerbaren Energien mit einbezieht.“

 

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