30. September 2011
Europa-Dinner - Finanzwirtschaft und Politik: Welche Brücken müssen wir bauen?

"Es besteht kein Grund zur Angst. Deutschland ist mit seiner leistungsfähigen Industrie und seinem starken Mittelstand besser positioniert als jedes andere Land auf der Welt. Aber wir stehen vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam in Europa lösen können. Die massive Staatsverschuldung führt zu einem fatalen Vertrauensverlust und bedroht damit immer mehr die Realwirtschaft. Umso wichtiger ist es, stabile Brücken zwischen Finanzwirtschaft und Politik zu bauen", sagte Dr. Theodor Weimer als Gastredner anläßlich des Europa-Dinners des Wirtschaftsrates.

Der Sprecher des Vorstands der UniCredit Bank AG diskutierte in den repräsentativen Räumen des Bundeswirtschaftsministeriums mit den zahlreichen Mitgliedern des Deutschen Bundestags und namhaften weiteren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Das traditionsreiche Europa-Dinner fand einen Tag vor der richtungsweisenden Abstimmung über den EU-Rettungsschirm zum ersten Mal unter Vorsitz von Staatsminister Eckart von Klaeden MdB statt. "Deutschlands Zukunft ist mit Europas Zukunft unauflöslich verbunden. Wir wollen ein starkes Europa. Wir wollen eine Stabilitätsunion. Und wir müssen gleichzeitig in der Euro-Zone enger zusammenarbeiten. Wichtig ist, dass Solidarität und Eigenverantwortung für alle Staaten gilt. Das heißt: Hilfen kann es nur unter strengen Spar- und Reformauflagen geben, als Hilfe zur Selbsthilfe", unterstrich der Staatsminister.

WR-Generalsekretär Wolfgang Steiger betonte: "Der Umgang mit der EU-Schuldenkrise ist das prägende Ereignis dieser Legislatur. Der Wirtschaftsrat mit seinen rund 12.000 Mitgliedern steht ohne Wenn und Aber zu Europa! Aber wir sind gegen das Abrutschen in eine letztlich unkontrollierbare Transfer- und Schuldenunion. Umso mehr kommt es darauf an, den EU-Ordnungsrahmen konsequent weiterzuentwickeln. Mit der Garantie, dass jedes Euro-Land um jeden Preis gerettet wird, werden wir keine Disziplin in der Euro-Zone erreichen. Bei Verstößen gegen die Regeln muss auch die Möglichkeit bestehen, die rote Karte zu zeigen."

Impressionen
Eckart von Klaeden MdB, Staatsminister bei der Bundeskanzlerin; Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands, UniCredit Bank AG; Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU
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