14. November 2019
"Es fehlt der digitale Bürgergeist"
Das letzte Frankfurter Unternehmerfrühstück in 2019 widmete sich dem Thema „Digitale Stadt Frankfurt – Infrastrukturen des digitalen Zeitalters im urbanen Raum“. Als Gäste begrüßte die Sektion Frankfurt Patrick Burghardt, Hessischer Staatssekretär für digitale Strategie und Entwicklung, sowie Christian Gärtner, CEO der Urban Standard GmbH. Im Fokus der Vorträge und Diskussion stand die Digitalisierung der hessischen Mainmetropole und wie diese von den Unternehmern gefördert werden kann.
Patrick Burghardt, Hessischer Staatssekretär für digitale Strategie & Entwicklung. Foto: Wirtschaftsrat.

„Wie schaffen wir es, unsere Region im europäischen Vergleich digital voranzubringen?“ Mit dieser Frage leitete Patrick Burghardt seinen Vortrag zum Thema „Digitale Infrastruktur im urbanen Raum – Smart City, Smart Mobility & Smart Education“ ein. Um das Rhein-Main-Gebiet in eine „Smart Region“ zu verwandeln, bedarf es der Zusammenarbeit aller Städte und Kommunen. Gerade die Digitalstädte Frankfurt und Darmstadt sollen vor allem in ihrer Infrastruktur durch finanzielle Mittel weiter ausgebaut werden. Von großer Bedeutung ist die Förderung der Digitalisierung, um zukünftig Arbeitsplätze zu schaffen. Beispielsweise können durch den Ausbau der Internetgeschwindigkeit familienfreundliche Arbeitsplätze entstehen, wodurch sich der Berufsalltag und das Familienleben gut vereinbaren lassen. Zur Realisierung ist jedoch eine wesentlich höhere Dichte an Sendemasten notwendig. Zu diesem Zweck bedarf es aber auch einer „großen Akzeptanz der Menschen“, die laut Burghardt noch Schwierigkeit bereitet. Mit dem jetzigen Stand der Digitalisierung ist der hessische Staatssekretär noch nicht zufrieden. Zur Verbesserung sollen neue Wege ergründet werden.

Christian Gärtner, CEO der Urban Standards GmbH. Foto: Wirtschaftsrat.

Christian Gärtner erklärte anhand eines „integrierten Mobilitätskonzeptes City West“, wie eine digitale Stadt Frankfurt aussehen könnte. Das Projekt soll gleichzeitig mehr Nutz- und Freifläche schaffen sowie den motorisierten Individualverkehr begrenzen. Dabei kritisierte er den aktuellen Status quo, bei dem Stellplätze die Schnittstelle von Mobilität und Immobilien darstellen. Problematisch ist, dass immer mehr Immobilien mit dem Bau von Autostellplätzen verbunden werden, wodurch kein nachhaltiger Lebensstil gefördert wird. Laut Gärtner soll „eine neue Dynamik zwischen Immobilien und Mobilität geschaffen werden“. Im Hinblick darauf sollen sich gerade Unternehmer mit Möglichkeiten der alternativen Mobilität auseinandersetzen. Eine mögliche Maßnahme wäre die Einrichtung eines stationären und lokalen Sharingangebots. Für Gärtner „fehlt es aber noch an dem digitalen Bürgergeist“

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Michael Dillmann
Landesgeschäftsführer
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