11. April 2017
Mittagsgespräch der Sektion SL/FL im Historischen Krug Oeversee
Energiewende in Schleswig-Holstein richtig machen
Daniel Günther MdL, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein, stellte auf Einladung der Sektion Schleswig/Flensburg im Historischen Krug in Oeversee energiepolitische Zieletzungen vor.
Kandidat zur Wahl des Ministerpräsidenten: Daniel Günther aus Eckernförde/Foto: Wirtschaftsrat

Ein weiterer Ausbau der Windkraft erfordere Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Landesregierung habe diese durch das Aufgeben der Windstärke als Genehmigungskriterium verspielt.

Daher wolle die CDU die Mindestabstände in der Landesplanung an die Anlagenhöhe koppeln und vergrößern. Die betroffenen Kommunen sollen wieder mehr Mitbestimmungsmöglich-keiten erhalten, wofür allerdings die Privilegierung abzuschaffen wäre. Jedenfalls werde man die Regionalpläne im kommenden Jahr komplett überarbeiten. Darüber hinaus gelte es, die Verbrauchsmöglichkeiten durch den Netzausbau zu verbreitern und über Speicher oder Sektorenkopplung zu flexibilisieren.

Vierzig Euro pro Bürger und Jahr an Abschaltungsgebühren für nicht produzierten Strom seien bei steigender Tendenz jedenfalls politisch zunehmend schwer vermittelbar. Flankierend könne Offshore zukünftig eine noch größere Rolle übernehmen. An den energiepolitischen Mengenzielen für das Land halte er fest.

Geschäftsführer Reinhard Andresen von der ARGE Netz, der zusammen mit einer Reihe von Unternehmern aus Nordfriesland angereist war, hielt dem entgegen, daß die Abschaltungsgebühren zuletzt wieder gesunken seien. In der weiteren Diskussion wurde vorgeschlagen, neben dem Naturschutz auch andere Eingriffe z.B. in den Denkmalschutz zu berücksichtigen, so daß der Ausgleich wieder öfter auch den direkt betroffenen Kommunen zugutekommen könne und die Bodenpreise durch die naturschutzausgleichenden Zukäufe nicht noch weiter angeheizt werden würden./bz