06. Februar 2017
Einführung von Eurobonds durch die Hintertür verhindern
Wirtschaftsrat positioniert in der Süddeutschen Zeitung

Der Wirtschaftsrat der Union lehnt die Idee ab, die staatliche Schuldenaufnahme in der Euro-Zone neu zu organisieren und dazu verbriefte Anleihe-Pakete an Investoren zu verkaufen. Der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, warnte im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung davor, das Konzept berge die Gefahr, dass Eurobonds durch die Hintertür eingeführt werden könnten. „Dazu gibt es keinerlei Legitimation“, sagte Steiger. Er warnte „vor weiteren Schritten zur Vergemeinschaftung von Schulden“. Staatsanleihen zu bündeln und in sogenannte European Safe Bonds u überführen sei „ein billiger Trick“.

Die Art der Anleihen ist anfällig für eine politische Einflussnahme ohne demokratische Legitimation, betonte Wolfgang Steiger. Ein deutlicher Anstieg der Rendite von Anleihen eines Staats würde den Druck auf die Gemeinschaft erhöhen. Im Krisenfall käme es dann zu einer gemeinschaftlichen Haftung wie bei den viel diskutierten, aber verworfenen Eurobonds.
Die Euro-Zone braucht genau das Gegenteil. Die nationalen Regierungen müssen die Konsequenzen für ihre Politik tragen und dürften nicht länger notwendige Reformen verschleppen, sondern müssten jetzt endlich ihre Hausaufgaben machen. "Dafür ist ein marktgerechter Zins das beste Korrektiv", fordert Steiger. In einem Forderungskatalog hat der Wirtschaftsrat konkrete Maßnahmen formuliert für einen starken Finanzsektor in Europa formuliert.

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

 

Lesen Sie das vom Wirtschaftsrat im Zuge seiner Finanzmarktklausur zur Stärkung des Finanzsektors in Europa entwickelte Positionspapier.

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