04. Februar 2015
Eine Weinprobe der besonderen Art! Eine lehrreiche "Biblische Weinprobe"
Dr. Ulrich Feeger erläutert die Zusammenhänge (Foto:WR)

Es war ein besonderer Abend in Schopfheim! Die Mitglieder des Wirtschaftsrates, Sektion Lörrach/Müllheim, verkosteten im Rahmen einer After-Work Runde Weine von einem der weltweit führenden Forschungsinstitute für biologischen Landbau (FiBL) in Frick im Aargau. Dr. Ulrich Feger, Pastoralassistent, zitierte dazu passende Bibelstellen und brachte den Mitgliedern und Gästen die Bedeutung des Weines in der Bibel auf charmante Art und Weise näher.

 

Hokuspokus war das bei Weitem nicht! Den Teilnehmern der „Biblischen Weinprobe“ ist nun bekannt, dass der Zauberspruch „Hokus Pokus“ ursprünglich vom lateinischen „hoc est corpus“ abstammt und damit der Leib Jesu Christi in der Eucharistiefeier gemeint ist. Die Abwandlung entstand durch mangelnde Lateinkenntnisse der Kirchengänger, die statt hoc est corpus eben Hokuspokus verstanden. 

Bei der Weinverkostung (Foto:WR)

Die Verknüpfungen mit der Bibel sind vielfältig. Im Buch Jesus Sirach heißt es etwa: "Der Wein erquickt das Herz des Menschen, wenn man ihn mäßig trinkt." Und im Neuen Testament spricht Jesus von sich als Weinstock. Brot und Wein sind Grundelemente des letzten Abendmahls.

Auch über den sogenannten Messwein konnten die Teilnehmer einiges erfahren. Die Herstellung erfolgt nach speziellen, von der Kirche festgelegten Vorschriften. Diese werden heute von den gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen des Weinrechtes bei Prädikatsweinen erfüllt. Wurde früher in erster Linie Rotwein verwendet, ist es heute Weißwein, der bei der Eucharistiefeier ausgeschenkt wird.

Die Teilnehmer der Weinprobe dagegen verkosteten von Weiß- über Rot-, Schaum- und Dessertwein alles, was im benachbarten Fricktal angebaut wird.

 

Hans-Joachim Friedrichkeit, Sprecher der Sektion Lörrach/Müllheim, bedankte sich bei Dr. Ulrich Feger und fasste zum Schluss des Schopfheimer Abends treffend zusammen: „Es war ein lehrreicher humoriger Abend. Er hat bei vielen  von uns für „Aha Erlebnisse“ gesorgt und wird den Mitgliedern des Wirtschaftsrates in bester Erinnerung bleiben.“