31. August 2015
Drohender Anstieg der Krankenkassenbeiträge darf nicht zu höheren Arbeitskosten führen
Wolfgang Steiger: Ausgabendynamik im Gesundheitssystem muss auf den Prüfstand

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. warnt davor, den drohenden Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung an die Betriebe durchzureichen: „Es gibt eine klare Zusage im Koalitionsvertrag, dass der Krankenkassenbeitrag stabil bleibt. Dieses Versprechen darf nicht voreilig aufgekündigt werden. Vielmehr muss die erneute finanzielle Schieflage der Kassen gegebener Anlass sein, die Ausgabendynamik im Gesundheitssystem stärker unter die Lupe zu nehmen“, fordert der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger.

„Die Wirtschaft braucht Planbarkeit, das schließt stabile Arbeitskosten unbedingt ein. In den letzten fünf Jahren sind die Arbeitskosten um rund elf Prozent gestiegen, stärker als im EU-Durchschnitt und vor allem wesentlich stärker als in anderen Industrieländern. Diese Kosten dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht zusätzlich gefährden“, so Steiger weiter.

Der Wirtschaftsrat plädiert für eine stärkere Eigenverantwortung bei der Absicherung von Gesundheitsausgaben für alle Bürger. Zusätzlich muss der Gesundheitssektor durch höhere Produktivität und innovative Geschäftsmodelle einen wesentlichen Beitrag zur Kostendeckelung selbst erbringen.

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