28. Oktober 2019
"Digitalisierung, Globalisierung und gesellschaftlicher Wandel - Herausforderungen für den freien und unabhängigen Rundfunk"
Im Dialog - Mitteldeutsche Landesverbände des Wirtschaftsrates treffen MDR-Intendantin
Das vielschichtige Bild der Gesellschaft umfassend und sachlich darzustellen, sei der Auftrag, dem sich der MDR als Anstalt des öffentlichen Rechts stelle. Nachdenken und Dialog würden nur so befördert.
v.l.n.r.: Wolf-Dieter Jacobi, Programmdirektor Leipzig, MDR; Dr. Dirk Schröter, Landesvorsitzender, Wirtschaftsrat Sachsen; Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin, MDR; Prof. Jens-Ole Schröder, Juristischer Direktor, MDR (Foto: Karsten Seifert)

Die mediale Darstellung eines umfassenden Gesellschaftsbildes durch die Medien begrüßten die Mitglieder und Gäste der drei mitteldeutschen Landesverbände im Wirtschaftsrat Deutschland während ihres Premierentreffens und Dialoges um „Digitalisierung, Globalisierung, gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderungen für den freien und unabhängigen Rundfunk“ - mit den MDR-Medienmachern in der Leipziger Zentrale der Drei-Länder-Anstalt einhellig. Einzig Wissen und Bewusstsein um Verbindendes befördere Zusammenhalt und Weiterentwicklung einer Gesellschaft.

„Offenheit für Argumente des Gegenübers und zum Beispiel auch der Stolz auf die Heimatregion entstehen nur, wenn in sachlichen Berichterstattungen Fakten neutral und vielschichtig, anstatt meinungsgeprägt dargestellt werden“, boten die Landesgeschäftsstellen als erste Ansprechpartner ihre Unterstützung der Redaktionen bei Wirtschafts- und Fachthemen seitens der Mitgliedsunterunternehmen und Expertenkommissionen an.

Im Dialog brachten Mitglieder des Landesverbände Themen, wie konstruktiven Journalismus, mediale Aufmerksamkeitsmuster und die Darstellung der Leistungen der Wirtschaft in den Medien und im MDR zur Sprache. Sie ermutigten die Verantwortlichen, in der allgemeinen Wahrnehmung teilweise vorhandene Stereotype über Wirtschaft und Ostdeutschland durch eine vielfältige und unabhängige Berichterstattung weiter abzubauen.

Dem MDR sei es ein Anliegen, in seiner unabhängigen Berichterstattung ein differenziertes Bild der Lebenswirklichkeit zu vermitteln, so MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille. Dazu gehörten selbstverständlich auch Vorgänge aus der Wirtschaft sowie deren großes Engagement. Die Drei-Länder-Anstalt arbeite mit Erfolg daran, Perspektiven, Standpunkte und Erfolgsmodelle aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Gemeinschaftsangeboten der ARD zu platzieren.

Angesichts der Chancen und Risiken der Digitalisierung wachse die Bedeutung eines gemeinschaftlich finanzierten unabhängigen Rundfunks, sagte die Intendantin. Dabei gelte es, das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern ein vielfaltssicherndes Gegengewicht zu bilden, das Orientierungshilfe biete, so Prof. Dr. Wille. 90 Prozent der Menschen im Sendegebiet vertrauen repräsentativen Umfragen zufolge dem MDR.

Die Einladung der MDR-Intendantin zum erneuten Dialog 2020 und dem Austausch im Jahresrhythmus nahmen die Wirtschaftslenker gern an.

v.l.n.r.: Leonhardt Krause, Leiter Gesellschaft/Medienpolitik/ARD, MDR; Wolf-Dieter Jacobi, Programmdirektor Leipzig, MDR; Andreas Matt, Landesgeschäftsführer Sachsen-Anhalt, Wirtschaftsrat der CDU e.V.; Dr. Dino Uhle, Landesgeschäftsführer Sachsen, Wirtschaftsrat der CDU e.V.; Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin, MDR; Andreas Elm von Liebschwitz, Landesgeschäftsführer Thüringen, Wirtschaftsrat der CDU e.V.; Dr. Dirk Schröter, Landesvorsitzender Sachsen, Wirtschaftsrat der CDU e.V. (Foto: Karsten Seifert)
(Foto: Karsten Seifert)