30. Oktober 2017
Digitale Renteninformation für mehr Transparenz und Eigenvorsorge
Wirtschaftsrat positioniert in WELT

Der Wirtschaftsrat fordert ein umfassendes Renteninformationssystem, das jedem Bürger Transparenz über seine gesamten Alterseinkünfte verschaffen soll. Gegenüber der WELT erklärte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates: „In der neuen Legislaturperiode kann und muss der Durchbruch für eine säulenübergreifende Renteninformation erzielt werden." In Skandinavien sei durch die seit Jahren etablierten und funktionierenden Portale zu beobachten, dass die Bürger mehr Eigenvorsorge leisteten und bewusst länger arbeiteten. „Gerade am Ende eines Arbeitslebens ist die Rendite für wenige Jahre längeres Arbeiten besser als jegliche übliche Anlageform zur Altersvorsorge", so Wolfgang Steiger.

Gegenwärtig fehlt vielen Bürgern ein ausreichender Überblick über ihre Rentenansprüche. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat ermittelt, dass zwei von drei Bundesbürgern ihre Rentenansprüche nicht kennen. „Angesichts des demographischen Wandels und der Überforderung unserer umlagefinanzierten Sozialsysteme führt an mehr Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge kein Weg vorbei. Je transparenter für die Bürger ihre Versorgungslücken werden, desto eher können wir sie zu mehr Altersvorsorge anregen."

 

Im Falle eines Jamaika-Bündnisses sieht der Wirtschaftsrat gute Chancen für die Umsetzung eines elektronischen Renteninformationssystems. Von der nächsten Legislaturperiode erwartet Wolfgang Steiger zudem, dass die falschen Weichenstellungen bei der „Rente mit 63“ auf den Prüfstand gestellt werden. „Die Forderung von Jens Spahn nach einer Beerdigung der ‚Rente mit 63‘ unterstütze ich. In Zeiten einer alternden Bevölkerung ist sie das falsche Signal. Der Fachkräftemangel entwickelt sich zu Deutschlands Wachstumshindernis Nr. 1, wenn wir nicht entschlossen gegensteuern.“ Der Schlüssel zu auskömmlichen Renten für die Älteren ohne Überlast für die Jungen liege in der Verlängerung der Lebensarbeitszeit und der Bindung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung.


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