29. April 2016
Differenzierte Herangehensweise vorgeschlagen
NTi - Neue Thüringer Illustrierte
CDU-Wirtschaftsrat identifiziert Optimierungspotentiale bei der Thüringer Energieberatung in Unternehmen.

Als klug im Gedanken, jedoch mit erkennbarem Optimierungspotential in der Umsetzung, wertet der Thüringer Wirtschaftsrat die derzeitige Verfahrensweise bei Förderung und Umsetzung der Energieeffizienzberatung in Thüringer Unternehmen.

So werde die Förderung effizienzsteigernder Maßnahmen innerhalb der Unternehmen sowohl an eine meßtechnisch gestützte energiewirtschaftliche Potentialuntersuchung als auch an das Vorhandensein von gewerblichen Prozessen geknüpft. „Eine solche Verfahrensweise", so Rainer Otto, Vorsitzender der Landesfachkommission Energiepolitik des Wirtschaftsrates, „schränkt grundsätzlich den Kreis der Beratungsempfänger ein, denn nicht mit Produktionsprozessen behafteten Unternehmen wird im Vorhinein jegliches Energieeinsparpotential abgesprochen."

Das führe dazu, daß zahlreiche Unternehmen von Investitionszuschüssen bei der Ertüchtigung von Querschnitttechnologien - durch den Umgang mit der Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen und Demonstrationsvorhaben für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieerzeugung und -nutzung in Unternehmen vom 1. August 2015 - ausgeschlossen oder gänzlich verunsichert würden. Unklar sei, welches Ziel die in der Richtlinie verankerte Prozeßanalyse verfolge, da derzeit Anträge auf Investitionen im Bereich der eigentlichen Prozeßertüchtigung abgelehnt würden, die Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung von Querschnittstechnologien (also Druckluft, Beleuchtung, Pumpen ...) jedoch positiv beschieden werde. Darüber hinaus werde mit einem hohen finanziellen Aufwand eine besondere Energieberatung gefördert, während daraus resultierende Folgeinvestitionen schlichtweg durch die Auslegung der Förderrichtlinie durch die Thüringer Aufbaubank in der Förderung ausgeschlossen würden.

Otto empfiehlt deshalb eine zweistufige Beratungsförderung. Danach soll in einer vorgelagerten Stufe grob das Effizienz-Potential im Unternehmen festgestellt werden. Die Ergebnisse führen zu einem Benchmark, aus dem das Energieeinsparpotential (in kWh und Tonnen CO2) und das mögliche Investitionsvolumen im Wirtschaftsraum ablesbar sind. Aus diesen Erkenntnissen könnte ein nach Effizienz gestaffelter, möglicher Investitionszuschuß mit dem Fördermittelgeber vorbesprochen werden. Eine auf das wesentliche beschränkte meßtechnisch gestützte Untersuchung sollte die im ersten Schritt eruierten Aussagen qualifizieren. Dieses Vorgehen verspreche eine differenzierte Herangehensweise mit einer organisatorischen und monetären Aufwandsoptimierung in der Beratung. Durch eine Breitenberatung in Stufe eins, werde der Effekt der Energieberatung durch Identifikation und Senkung von Leistungsspitzen ergänzt und ganz nebenbei ein konjunktureller Impuls durch Förderung energieeinsparender Investitionen erzielt.

Die Beibehaltung der derzeitigen Verfahrensweise führe neben hohen Beratungsaufwand und -kosten zu nicht erfüllbaren Erwartungshaltungen, Unverständnis, Kritik und „Wut" in Bezug auf Investitionen innerhalb Thüringens sowie einem Rückgang in der Nachfrage nach der Beratungsleistung.

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Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
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