23. April 2013
Die künftige Energieversorgung im Lichte der Energiewende
Podiumsdiskussion mit Frank Hose, Vorstand der EnBW Ostwürttemberg Donau Ries AG Ellwangen, Stefan Merkle, Inhaber der Merkle & Partner Ingenieurbüro GbR Heidenheim, und Prof. Dr.-Ing. Martina Hofmann, Lehrstuhlinhaberin Erneuerbare Energie an der Hochschule für Wirtschaft und Technik Aalen, unter Moderation von Winfried Hofele, Chefredakteur von „Wirtschaft Regional“ Aalen, im Hause des Innovationszentrums für Anlagen- und Energietechnik am Kreisberufsschulzentrum Ellwangen.
„Eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung ist Voraussetzung für eine zukunftsfähige Gesellschaft mit funktionierender Wirtschaft und Industrie. Die stetig ansteigenden Energiekosten sind neben den immer schwieriger zu gewinnenden Fachkräften zunehmend ein Standortnachteil für Deutschland“, eröffnete Normann Mürdter, Sprecher der Sektion Ostalb, die Veranstaltung in Ellwangen.
Vorstandsmitglied Dr. Friedrich Rudzik ehrt Sektionssprecher Normann Mürdter für langjährige Mitgliedschaft und Einsatz für die Soziale Marktwirtschaft (Foto: Wirtschaftsrat)

Oberstudiendirektor Peter Lehle, Schulleiter des Kreisberufsschulzentrums Ellwangen, zeigte für eines dieser Probleme eine Lösung auf: durch ein innovatives und integriertes Ausbildungskonzept und einem breit angelegten Ausbildungsangebot bietet das Kreisberufsschulzentrum optimale Chancen und Voraussetzungen für den erfolgreichen Berufseinstieg der Absolventen, Schüler und Abgänger.

Innovative und modernste Technik stellte Marko Gehre-Weigold, Abteilungsleiter am Ellwanger Schulzentrum, den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern vor. Modernste Technologien werden im Innovationszentrums für Anlagen- und Energietechnik gebündelt und vereint, um einerseits den heutigen Stand der Technik aufzuzeigen und andererseits einen Blick in die Zukunft des technologisch Machbaren zu geben.

Dr. Wolfgang Fähnle, Vorsitzender des Fördervereins zur Unterstützung innovativer Entwicklungen am Kreisberufsschulzentrum, verdeutlichte die besondere Bedeutung und Stellung des Innovationszentrums: „Innovation bedeutet, sich ständig fortzuentwickeln.“

Frank Hose, Stefan Merkle, Prof. Dr.-Ing. Martina Hofmann, Normann Mürdter, Winfried Hofele (Foto: Wirtschaftsrat)

Dies ist auch die wesentliche Herausforderung der künftigen Energieversorgung durch die Energiewende, führte Winfried Hofele, Chefredakteur von „Wirtschaft Regional“, in die Podiumsdiskussion ein.

Frank Hose, Vorstand der EnBW Ostwürttemberg Donau Ries AG Ellwangen, erläuterte das notwendige Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Last in der Energieversorgung. Er sieht für das Gelingen der Energiewende bestimmte, notwendig zu erfüllende Bausteine: neue Kraftwerke für Erneuerbare Energien, eine gut ausgebaute Netz- und Energieinfrastruktur mit intelligenten Mess- und Kommunikationsmitteln, ausreichende Energiespeicher und auch die konsequente Ausnutzung von Energieeffizienz- und Einsparmaßnahmen.

Stefan Merkle, Inhaber der Merkle & Partner Ingenieurbüro GbR Heidenheim, erläuterte die Herausforderungen anhand der „Energiedichten“ der bislang zur Verfügung stehenden Technologien: Hierbei wurde klar, dass die Erneuerbaren Energien bei Weitem nicht die Energiedichten aufweisen wie die klassischen Energieträger, wie beispielsweise die Kernenergie als Möglichkeit günstiger und schneller Energiegewinnung, aber auch mit all ihren Chancen und Risiken.