27. Juni 2016
Mittagsgespräch im Hause der Gollan-Gruppe
Die feste Fehmarnbeltquerung kommt - Was ist zu tun?
Nachdem die dänische Gesellschaft für die Umsetzung der festen Fehmarn-Belt-Querung die ersten Milliardenaufträge an verschiedene Konsortien vergeben hatte, informierte Mirko Schönfeldt, Geschäftsführer der Baltic Facility Solutions GmbH & Co. KG, auf Einladung der
Sektion Plön/Ostholstein im Hause der Gollan-Gruppe über den Sachstand zum Projekt.
Mirko Schönfeldt (stehend) vor der Sektion Plön/Ostholstein / Foto: Wirtschaftsrat

Schönfeldt stellte einleitend fest, daß für Lolland auf dänischer Seite bereits ein gewaltiges Konjunkturprogramm laufen würde, während auf der deutschen Seite immer noch große Unsicherheit herrsche und das Regionalmanagement Fehmarn derzeit nicht besetzt sei. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, daß die Organisation von Widerständen durch eine Agentur getrieben werde, die für ihre kreativen Ideen bereits ausgezeichnet worden sei und den Widerstand zunehmend als Marketing für das eigene Geschäft nutze.

 

Zudem habe sich die Stadt Fehmarn durch politische Beschlüsse in der Entwicklung blockiert, was auch daran liegen würde, dass ein Teil der Lasten des Bauprojekts die Insel Fehmarn zu tragen habe, während der Nutzen vor allem überregional zum Tragen komme.

 

Man war sich einig, daß dies eigentlich zu Kompensationsmaßnahmen führen müsse. Bisher habe die Landesregierung hierzu bisher keine Anstrengungen unternommen, was sehr unbefriedigend sei. Vielleicht, so Schönfeldt, sei es klug, einen Euro der Maut, die zwischen 65 und 66 Euro liegen könnte, als Entwicklungsmittel für Fehmarn bereit zu stellen. Sektionssprecher Karsten Kahlcke kündigte an, daß man die Situation im Rahmen einer Veranstaltung auf der Insel Fehmarn weiter besprechen werde./bz