07. Dezember 2017
Die Entwicklung der Sicherheitslage im Nahen Osten aus israelischer Sicht
Der Sicherheitsexperte Prof. Shlomo Shpiro zu Gast beim Wirtschaftsrat

Der Staat Israel sieht sich seit seiner Gründung einer sehr komplexen Sicherheitslage im Nahen Osten gegenüber. Prof. Shpiro sprach über die derzeit gravierenden Veränderungen in Saudi-Arabien, in Syrien, im Irak und im Libanon und gab eine Einschätzung, wie das Bedrohungspotenzial des Irans und der Türkei aus israelischer Sicht zu bewerten ist. Auch die Lage im Irak und in Ägypten war Thema der Diskussion.


Wo liegen die derzeit dominanten Entwicklungslinien und existentiellen Herausforderungen? Welche Rolle spielen Ethnien, Demographie und Religion? Was können Deutschland und Israel im Bereich der äußeren und inneren Sicherheit voneinander lernen und wo erscheinen Kooperationen zweckmäßig und erfolgversprechend?

Shlomo Shpiro studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem, wo er 1992 einen Bachelor of Arts machte, der University of Salford, wo er 1994 mit einem Master of Arts abschloss, in Oslo und an der University of Birmingham. Dort wurde er 1998 promoviert. Als Postdoktorand war er in Bonn und Köln tätig. Seit 1998 lehrte er Informationswissenschaften und Politikwissenschaft an der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv. Dort ist er Inhaber des Paterson-Lehrstuhls für Sicherheit und Nachrichtendienste (Security and Intelligence) und war bis 2017 Leiter des Departments für politische Studien.


Seine Forschungsthemen sind Nachrichtendienste in Israel und Europa, die Beziehungen zwischen den Massenmedien und der Welt der Sicherheitsdienste sowie die NATO. Er trat wiederholt als Experte in deutschen Medien auf. Hier äußerte er sich insbesondere zu Fragen der Terrorismusbekämpfung, und dies sowohl in Bezug auf historische Themen wie den palästinensischen Terrorismus der 1970er Jahre, zum Beispiel das Massaker von München 1972, und die Reaktionen Israels darauf als auch zum islamistisch motivierten Terrorismus des 21. Jahrhunderts inklusive tagesaktueller Ereignisse, so im Dezember 2016 zu dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. 

Kontakt
Frank Roller
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
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