29. November 2016
POLITISCHES FRÜHSTÜCK
Die Elbphilharmonie - Ein Haus für alle
Dominik Winterling, Geschäftsführer der Stiftung Elbphilharmonie: „Es ist die Vielseitigkeit, die den Bau auszeichnet“
Geschafft! Nach zehn Jahren Bauzeit ist Hamburgs neues Wahrzeichen (fast) fertig: Am 31. Oktober 2016 übergab der Baukonzern Hochtief die Elbphilharmonie offiziell der Stadt Hamburg. Rund sechs Wochen vor dem lang ersehnten Eröffnungskonzert lud der Wirtschaftsrat Hamburg zum POLITISCHEN FRÜHSTÜCK in die Elbphilharmonie ein. Im Hotel The Westin Hamburg erläuterte Dominik Winterling, Geschäftsführer der Stiftung Elbphilharmonie, das Gesamtkonzept der „Elphi“.
Hamburgs neues Wahrzeichen: Die Elbphilharmonie (Foto: Wirtschaftsrat)

Mehr als 120 Mitglieder und Gäste begrüßte der Landesvorsitzende Gunnar Uldall zu früher Stunde im „Ensemble 3“ des neuen Hotels: „Hamburg hat endlich ein international bekanntes Wahrzeichen. Die Elbphilharmonie ist ein einzigartiges Gebäude von Weltrang. Die Zeit der Kritik ist vorbei, wir schauen gespannt und voller Vorfreude in die Zukunft“, sagte Uldall. Auch Dagmar Zechmann, General Manager des Hotels The Westin, ließ es sich im Anschluss nicht nehmen, den Wirtschaftsrat Hamburg in Ihrem Hause zu persönlich begrüßen. „Wir sehen uns als Teil des Wahrzeichens, nicht nur für Reisende, sondern auch für die Hamburger selbst“, sagte sie.

 

Dass die allseits große Freude über die Elbphilharmonie berechtigt ist, daran ließ Dominik Winterling in seinem Vortrag keinen Zweifel. Er selbst konnte sich von der fantastischen Akustik des Großen Saals schon überzeugen und verriet: „Beeindruckend ist untertrieben, es war sensationell. World Class – das kann man nicht anders sagen.“

 

Das internationale Presseecho zeige, dass die Elbphilharmonie schon jetzt als Wahrzeichen mit Weltgeltung wahrgenommen werde – nicht nur wegen ihrer musikalischen Qualitäten. Das Erfolgskonzept des Gebäudes liege nicht nur in der extravaganten Architektur des Büros Herzog & de Meuron oder der herausragenden Akustik. Es sei die Vielseitigkeit, die den Bau auszeichne. „Um ein Wahrzeichen mit Weltrang zu sein, müssen wir mehr als einen Konzertsaal bieten“, unterstrich Winterling. Anhand eines Gebäudequerschnitts machte er dies deutlich: Die Elbphilharmonie ist nicht nur Konzertsaal, sondern auch Wohngebäude, Hotel, Restaurant, Bar und Veranstaltungsort. Seit ihrer Eröffnung am 4. November hat sich die Plaza, die ein 360°-Panorama über die Stadt und den Hafen ermöglicht, zum absoluten Besuchermagneten entwickelt.

 

Ein zentrales Anliegen des Gesamtkonzepts sei die Musikvermittlung. In den sogenannten Kaistudios werden Workshops für Kinder ab dem Kleinkindalter angeboten. Ein voll ausgestattetes Instrumentarium wird zum Experimentieren einladen und insgesamt 1.500 Veranstaltungen im Bereich der Musikvermittlung sollen das reguläre Konzertprogramm ergänzen. Und auch für die Großen ist gesorgt: Das „Mitmach-Orchester“ bietet Anfängern und Fortgeschrittenen die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung gemeinsam zu musizieren – inklusive eines abschließenden Konzertauftritts im Großen Saal der Elbphilharmonie. „Allein durch die Musikvermittlung erwarten wir 40.000 zusätzliche Besucher pro Jahr“, so der Geschäftsführer der Stiftung Elbphilharmonie. Um jedoch alle Hamburger zu erreichen, seien auch Projekte vor Ort in den Stadtteilen geplant.

 

Impressionen
Gunnar Uldall und Dominik Winterling, Geschäftsführer der Stiftung Elbphilharmonie, im Gespräch (Foto: Wirtschaftsrat)
1 / 11

Um Hamburg auf der internationalen Landkarte der Top-Konzerthäuser zu etablieren werden laut Winterling, der selbst ausgebildeter Konzertpianist ist und den Regensburger Domspatzen angehörte, Themenfestivals organisiert. Diese sollen genreübergreifend Musikern aus anderen Ländern eine Bühne geben, wie z.B. das Festival „Salām Syria“. Das umfangreiche künstlerische Programm der Elbphilharmonie werde durch verschiedene Hamburger Veranstalter getragen: Vom NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Residenzorchester des großen Konzertsaals, bis hin zur Kulturfabrik Kampnagel, die für alternative Veranstaltungsformate bekannt ist, sind sämtliche Genres vertreten. „Es soll ein Haus für alle sein, alle sollen gerne kommen und jeder soll sich hier wiederfinden, das ist der Anspruch“, unterstrich Winterling. Der Fokus der Elbphilharmonie liege aber auf der Klassik.

 

Ein solch komplexes Projekt wie die Elbphilharmonie ist langfristig auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Winterling erläuterte die verschiedenen Sponsoring-Möglichkeiten für Unternehmen und Privatpersonen, die durch Namensnennung an verschiedenen Stellen des Gebäudes gewürdigt werden. So besteht bis zum 31. Dezember 2016 die Möglichkeit, eine „Stuhlpatenschaft“ für einen Platz im Großen Saal zu erwerben. Eine weitere Fördermöglichkeit bietet der Freundeskreis Elbphilharmonie und Laeiszhalle e.V. für bürgerschaftliches Engagement. Mit dem umfangreichen Förderkonzept sei er zuversichtlich, dass eine langfristige Finanzierung des Projektes Elbphilharmonie gelingen wird, erklärte Winterling.

 

Abschließend lobte Gunnar Uldall die Kreativität, mit der nun Leben in die Elbphilharmonie gebracht werde. Dass auch zahlreiche Mitglieder des Wirtschaftsrates Hamburg sich an den verschiedenen Fördermöglichkeiten der Stiftung Elbphilharmonie beteiligen, freute den Landesvorsitzenden besonders. „Letztlich bleibt mir nur, Herrn Winterling viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung der anspruchsvollen Pläne für die Elbphilharmonie zu wünschen“, sagte Uldall und überreichte dem Geschäftsführer den fast schon obligatorischen Miniatur-Container mit diversen Hamburger Leckereien.

 

Auch das Wetter war der Elbphilharmonie und dem Wirtschaftsrat wohlgesonnen: Bei strahlendem Sonnenschein ließen die Gäste die Veranstaltung bei einem Rundgang auf der Plaza mit Panoramablick auf den Hafen, die Innenstadt und die HafenCity ausklingen.

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
Telefon: 040/ 30381049
Telefax: 040/ 30381059