29. September 2010
„Die dynamischste Region Deutschlands“
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers berichtet über die Fortschritte der Metropolregion Nordwest
Auf dem "Wirtschaftspolitischen Frühstück" des Wirtschaftsrates Bremen sprach Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Zweiter Vorsitzender der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. und Vorstandsvorsitzender der Bremer Landesbank, über die Perspektiven der Metropolregion.

Dr. Kaulvers verdeutlichte Mitgliedern und Gästen, dass sich die Metropolregion Nordwest vor allem durch die starke Einbindung der Unternehmen klar von anderen Metropolregionen abhebe. Ohne die Wirtschaft seien die Menschen der Region nicht einbezogen, daher habe man sich entschlossen, den Unternehmen eine ebenso große Vertretung in der Metropolversammlung und im Metropolvorstand einzuräumen wie den Landkreisen. Der Verein hat es sich zum Ziel gemacht, eine bessere Vernetzung und Interaktion zwischen den beteiligten Länder, den kommunalen Gebietskörperschaften, der Wirtschaft sowie der Wissenschaft zu fördern und die Metropolregion als eine innovative europäische Wirtschaftsregion zu positionieren. Dazu soll die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Wissenschaft gestärkt und die Clusterbildung gefördert werden.

Als „Vorzeigecluster“ stellte Dr. Kaulvers den Unternehmerinnen und Unternehmern das Cluster „Ernährungswirtschaft“ vor. Mit 32.000 direkt und 84.000 indirekt Beschäftigten zähle das Cluster zur europäischen Spitze in der Ernährungswirtschaft. Jedes dritte Schwein und jedes dritte Frühstücksei stamme aus dieser Region, merkte der Referent an. Nachdem 2008 dort ein Clustermanagement ins Leben gerufen worden ist, führte der Verein ein Jahr später eine Befragung unter den dazugehörigen Unternehmen durch, um deren Wünsche und Vorstellungen zu erfragen. Dabei konnten verschiedene Handlungsfelder festgestellt werden, die mit mancherlei Initiativen wie beispielsweise der Erstellung eines Forschungs- und Entwicklungsatlas abzudecken suchte.

Bei den anderen Clustern, wie der Automobilwirtschaft, der Gesundheitswirtschaft, dem Bereich Logistik und Infrastruktur, der Energiewirtschaft, dem Tourismus und der Kultur, arbeitete der Verein daran, ebenfalls eine bessere Vernetzung und Kooperation zu erreichen sowie Schwerpunkte zu finden und diese nach außen zu vermarkten.

Dr. Kaulvers sagte, dass auch wenn die Metropolregion Nordwest erst am Anfang stehe, in den letzten fünf Jahren sehr viel erreicht werden konnte. Die Region zähle zu den dynamischsten in Deutschland, wobei er die Wirtschaft als treibenden Faktor in diesem Prozess versteht.