16. Juli 2014
Die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb - Aufgaben und Herausforderungen
Jedes fünfte Automobil weltweit trägt einen deutschen Markennamen. Damit steht Deutschland im Ländervergleich auf Platz vier der Autobauer. Nur in Japan, den USA und China werden noch mehr Fahrzeuge hergestellt. Aber ist der deutsche Automobilmarkt auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet? Welche Gefahren und Schwierigkeiten birgt der internationale Wettbewerb?
v.l.n.r. Dr. Peter Wende LL.M., Steffen Bilger MdB, Matthias Wissmann (Foto: Wirtschaftsrat)

„Mit der heutigen Veranstaltung dürfen wir uns freuen mit Matthias Wissmann und Steffen Bilger sowohl einen Vertreter aus der Wirtschaft, als auch einen Vertreter aus der Politik begrüßen zu dürfen. Somit haben wir heute eine hochkarätig besetzte Kombination zur Diskussion“, eröffnete Dr. Peter Wende, Landesvorsitzender des Jungen Wirtschaftsrates die Podiumsdiskussion im Hause der CMS Hasche Sigle Rechtsanwälte Steuerberater Stuttgart.

 

„Auch wenn der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft, nicht zuletzt aufgrund diverser Vorurteile beiderseits nicht immer leicht zu führen ist, ist es von höchster Priorität, sich mit – und untereinander zu verständigen, dafür sind die kommenden Herausforderungen doch zu groß“ ergänzte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands Deutscher Automobilindustrie.

Diskussion "Die deutsche Automobilindustrie im internationalen Wettbewerb" (Foto: Wirtschaftsrat)

Der Markt für Kraftfahrzeuge wird sich weiter vergrößern. Die weltweite Produktion dürfte bis zum Jahr 2015 auf 80 Millionen Einheiten jährlich steigen. Vor allem in Osteuropa, Asien und Lateinamerika wird die Nachfrage nach Automobilen in den nächsten Jahren deutlich wachsen. Aber wer wird diese Fahrzeuge herstellen und wo werden sie hergestellt?

 

Für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der deutschen Automobilindustrie gilt es, die Globalisierung nicht als latente Gefahr, sondern vielmehr als große Chance zu sehen. Denn letztendlich wird der Erfolg von guten internationalen Verbindungen und funktionierender Zusammenarbeit abhängen. Es gilt, zukünftig verstärkt internationale Cluster und Kooperationen zu bilden. Hierbei müssen vor allem auch mittelständische Unternehmen die Globalisierung stärker nutzen. 

Matthias Wissmann (Foto: Wirtschaftsrat)

Steffen Bilger MdB sieht für die Zukunft drei große Fragen für unsere Mobilität: Die vermutlich schwierigste davon ist, was unser Treibstoff der Zukunft sein wird, wenn das Öl zu teuer und vor allem knapp wird? Außerdem stellen sich die Frage, wie man auf den durch steigendes Verkehrsaufkommen erhöhten Verkehrslärm reagieren wird und wie die Verkehrsinfrastruktur der Zukunft finanzieren werden kann?

 

Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Gelegenheit,  sich umfassend zu informieren und über die Aufgaben, Chancen und Risiken, denen sich die deutsche Automobilindustrie in den nächsten Jahren stellen muss, zu diskutieren.