13. März 2017
Deutschlands Weg in Europa
CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder MdB zu Gast in Gosheim
Tobias Rückert gibt einen kurzen Einblick über das Familienunternehmen Gebrüder Rückert GmbH & Co KG (Foto: Wirtschaftsrat)

Nur durch mehr Europa und durch ein klares Bekennen zum europäischen Gedanken könnten aktuelle wirtschaftliche und politische Krisen bewältigt werden. So lautete die Botschaft von Volker Kauder MdB bei der Veranstaltung der Sektion Rottweil/Tuttlingen des Wirtschaftsrates beim Unternehmen Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG in Gosheim.

Nachdem Sektionssprecher Dr. Martin Leonhard die Gäste willkommen hieß, stellte Tobias Rückert das Unternehmen Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG vor, welches seit 25 Jahren im Bereich Gebäudebau und –sanierung tätig ist und innerhalb dieser Zeit knappe 100 Arbeitsplätze geschaffen hat. 

„Wenn Abschottung erfolgreich wäre, müsste Nordkorea wirtschaftlich erfolgreich sein!“ so Volker Kauder, Vorsitzender der Bundesfraktion CDU/CSU (Foto: Wirtschaftsrat)

Den weiteren Verlauf des Abends prägte Volker Kauder mit seinen Ausführungen über den Weg Deutschlands in Europa. Hierbei musste er zu Beginn klarstellen, dass es - im Gegensatz zu Aussagen aus den Tageszeitungen - Deutschland momentan so gut wie seit langem nicht mehr geht. Natürlich befände man sich in schwierigen Zeiten, durch die steigende Skepsis gegenüber der EU, der Rückbesinnung einiger Länder auf den Nationalstaat, gerade im Hinblick auf den kommenden Brexit und die zeitnahe Wahl in Frankreich. Doch trotz all dieser Krisen prosperiere die Wirtschaft der Exportnation Deutschland weiter, sei dabei aber auf einen Erhalt der EU angewiesen, da der Binnenmarkt unermesslich wichtig für Deutschland sei. Dabei sprach Kauder auch die Freihandelsabkommen CETA und TTIP an. Gerade durch die Außenpolitik Donald Trumps, welche auf Protektionismus beruhe, müsse Europa enger zusammen stehen, um wirtschaftlich Konkurrenz fähig zu bleiben.

In der darauffolgenden Diskussion kam die aktuelle Frage, über den Umgang mit der Türkei auf, wobei sich Herr Kauder für „Klugheit vor Heldenmut“ aussprach. Man solle das Gut der freien Meinungsäußerung achten, Veranstaltungen zulassen und rational auf die Provokationen des Präsidenten der Türkei reagieren. Auch weitere Frage beantwortete der Vorsitzende der CDU/CSU- Bundesfraktion ausführlich, so dass beim gereichten Imbiss alle von einer rundum gelungenen Veranstaltung sprachen.