24. Oktober 2016
Den Wirtschaftsstandort Sachsen zu stärken beginnt bereits in der Schule
Der Wirtschaftsrat Landesverband Sachsen fordert deshalb, im Schulfach W-T-H den Bereich "Wirtschaft" auszubauen.
Landesvorsitzende Simone Hartmann: Schüler brauchen mehr Grundlagenwissen über wirtschaftliche Zusammenhänge - Ludwig Erhards Soziale Marktwirtschaft ist wichtiger Teil der Allgemeinbildung

Dresden, 24. Oktober 2016. Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Sachsen, fordert die Landesregierung auf, das Schulfach Wirtschaft-Technik-Haushalt im Bereich "Wirtschaft" zu stärken. „Wenn es eine zentrale Zielsetzung der allgemeinbildenden Schulen ist, Kinder und Jugendliche auf das Leben vorzubereiten, dann gehören die Grundlagen unseres erfolgreichen deutschen Wirtschaftssystems auf den Stundenplan. Auch den Vater der Sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, müssten alle Schüler als wichtigen Teil ihrer Allgemeinbildung kennenlernen. Unsere Schüler sollten frühzeitig und möglichst umfassend mit der Realität in der Wirtschaft und in den Unternehmen vertraut gemacht werden“, fordert Simone Hartmann, Landesvorsitzende Sachsen des Wirtschaftsrates. 


Die Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge ist in sächsischen Mittelschulen im Fach WTH (Wirtschaft-Technik-Haushalt) im Bundesvergleich schon gut positioniert. Aber es besteht Handlungsbedarf. In Zeiten des Internets und der fast vollständigen Vernetzung ist Wissen zwar unbegrenzt verfügbar, das allein genügt jedoch nicht. Die Schüler müssen es auch anwenden und einsetzen können. Der Wirtschaftsrat Landesverband Sachsen setzt sich deshalb dafür ein, dass die Schulen den jungen Menschen explizit das deutsche Erfolgsmodell der Sozialen Marktwirtschaft intensiver fächerverbindend näher bringen. Der in Sachsen schon geübte Schulterschluss durch die Arbeitskreise von Schule und Wirtschaft ist dabei unabdingbar. 


Unterlegt wird die Forderung von einer Jugendstudie des Bundesverbands deutscher Banken, laut derer vier von zehn Schüler schlechte oder gar keine Wirtschaftskenntnisse haben, sich aber etwa zwei Drittel der Befragten stark für wirtschaftliche Themen interessieren. "Das ist ein Armutszeugnis für uns als die führende Wirtschafts- und Industrienation Europas", unterstreicht Simone Hartmann.

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Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Sachsen
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