28. April 2015
Das Dienstleistungsportfolio der Wirtschaftsförderung Bautzen
Zahlreiche Mitglieder und Gäste der Sektion Bautzen waren der Einladung des Sektionsvorstands gefolgt, um aus erster Hand vom Amtsleiter Wirtschaftsförderung, Alexander Scharfenberg, das Aufgabenspektrum der Wirtschaftsförderung erläutert zu bekommen.
v.l.n.r.: Michael Böhmer, Bürgermeister für Finanzen, Wirtschaft, Bildung und Soziales der Stadt Bautzen; Alexander Scharfenberg, Leiter Wirtschaftsförderungsamt der Stadt Bautzen; Ellen Haufe, Sprecherin der Sektion Bautzen (Foto: Wirtschaftsrat)

Im Ratssaal der Stadt Bautzen begrüßte zunächst Michael Böhmer, Bürgermeister für Finanzen, Wirtschaft, Bildung und Soziales die anwesenden Unternehmer und gab diesen einen breiten Einblick zum Wirtschaftsstandort Bautzen. Bei 670 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten je 1000 Einwohner steht man im Bundesvergleich hervorragend da. Heimische Fachkräfte werden rar. In 2014 verzeichnete man 18.600 „Einpendler“, denen 7000 „Auspendler“ gegenüber standen.

 

Die insgesamt breite wirtschaftliche Aufstellung der Stadt Bautzen wurde bewusst gewählt und soll auch so beibehalten werden. Bestandserhaltung und qualitatives Wachstum geht vor Neuansiedlungen. Die Position eines City-Managers soll kurzfristig durch Unterstützung der Stadt besetzt werden, um hierdurch die Attraktivität des Standortes weiter zu steigern. Als wesentlicher Standortfaktor wird zudem die Bildung betrachtet. Hier wird stadtseitig investiert, um bereits in den Schulen frühzeitig fördernd zu unterstützen.


Im folgenden Vortrag von Alexander Scharfenberg ging dieser insbesondere auf das Netzwerk
„ Unternehmer denken Zukunft“ ein und ermutigte die Anwesenden im Sinne einer engen Verzahnung zwischen Wirtschaft und Schulen, sich einzubringen. Hierdurch können in der Stadt und Region unterschiedlichste Berufsbilder breit an Schulen gebracht werden. Besonders interessant ist hier, dass auch die Gymnasien am Netzwerk interessiert sind, da man mittlerweile festgestellt hat, dass lediglich ca. 50% der Abiturienten an Hochschulen wechseln. Die 50% der Abiturienten, die ins Berufsleben starten, werden hier bisher von den Gymnasien nur unzureichend vorbereitet.


Den Vorträgen schloss sich beim anschließenden get-together ein intensiver Austausch an.
„Mit Blick auf den demographischen Wandel, die Knappheit von Fachkräften in Stadt und Region wird der Wirtschaftsrat das Netzwerk „Unternehmer denken Zukunft“ unterstützen.“ so Ellen Haufe, Sprecherin der Sektion Bautzen.

(Foto: Wirtschaftsrat)
v.l.n.r.: Alexander Scharfenberg, Michael Böhmer, Ellen Haufe (Foto: Wirtschaftsrat)