14. November 2016
Cybersicherheit gehört zur Unternehmenskultur!
Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft führt Fachsymposium durch
v.l.n.r. Uwe Reichel-Offermann, Thomas Urban, Jens Washausen, Peter Bisa, Prof. Dr. Hartmut Pohl (Foto: Wirtschaftsrat)

Cybersicherheit umfasst mehr als den Schutz durch Firewalls und Virenschutzprogramme. Dies zeigte ein Diskussionssymposium der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen der CDU e.V. Landesfachkommissionsvorsitzender Peter Bisa begrüßte die Anwesenden und stellte die Frage: Wie lassen sich sensible Unternehmensdaten effektiv schützen?

Peter Bisa (Foto: Wirtschaftsrat)

Hierüber diskutierte der Vorsitzende mit Uwe Reichel-Offermann, Stellv. Leiter des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen, Jens Washausen, Geschäftsführer der GEOS Germany GmbH, Prof. Dr. Hartmut Pohl, Geschäftsführender Gesellschafter der softScheck GmbH und Thomas Urban, Geschäftsführer der Schadenverhütung GmbH. „Jedes zweite Unternehmen ist schon einmal Opfer von Wirtschaftsspionage geworden“, sagte Verfassungsschützer Reichel-Offermann. Für die Zukunft sei zu erwarten, dass die Anzahl der Fälle sogar steigen werde. „Der deutschen Wirtschaft entsteht hierdurch ein Schaden in Höhe von 10 bis 20 Milliarden jährlich“, warnte der Experte.

v.l.n.r. Uwe Reichel-Offermann, Jens Washausen, Thomas Urban (Foto: Wirtschaftsrat)

Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darüber, dass es keinen hundertprozentigen Schutz vor Cyberangriffen geben könne. Während Angreifern in der Regel eine Schwachstelle reiche, um das System zu infiltrieren, müssten Unternehmen alle Angriffspunkte absichern – ein klarer Vorteil für die Angreifer. Häufig sei die größte Gefahr jedoch der Mensch selbst. Neben technischen und organisatorischen Vorkehrungen sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter für Gefahren aus dem Netz dringend sensibilisieren; Stichwort: Awareness. Die Runde sprach sich deshalb dafür aus, IT-Sicherheit in der Unternehmens- und Führungskultur zu verankern.

 

Abschließend schlussfolgerte Bisa: „Die Vernetzung ist Fluch und Segen zugleich. Unternehmen müssen sich über ihre ureigenen firmenspezifischen Betriebs- und Unternehmensdaten im Klaren sein, die das Firmen Know-how ausmachen.“ Die Sicherung dieser hochsensiblen Daten müsse Vorrang haben, da ein Verlust Unternehmen unweigerlich ruinieren könnte. Aufgrund der zahlreichen Schlupflöcher für Hacker und Kriminelle sei höchste Priorität geboten, diese Daten zu verschlüsseln oder getrennt von den digitalen Netzen aufzubewahren.