04. Juli 2014
Presseecho zum Wirtschaftstag 2014

Am 2. Juli hat der Wirtschaftsrat seine Mitgliederbefragung WR Politpuls 2014 vorgestellt, am 3. Juli fand der Wirtschaftstag 2014 unter dem Titel "Deutschland und Europa im Wandel: Marktwirtschaft stärken, Zukunft gestalten" statt. Die Medien haben beide Themen aufgegriffen und berichten wie folgt (Auswahl):


Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Juli, S. 19

Die F.A.Z. bezeichnet das Ergebnis der Mitgliederbefragung WR Politpuls als "niederschmetternd":

79 Prozent äußerten sich weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit der großen Koalition. Im Fußball würde man das wohl eine Gelbe Karte nennen. (...) "Für diese Regierung wurde ein sehr hoher Preis gezahlt", schlussfolgert Lauk.

Handelsblatt, 3. Juli, S. 8
Das Handelsblatt zitiert den Aufruf von Generalsekretär Wolfgang Steiger, die Wirtschaftsrat-Mitglider sollten sich künftig stärker in politischen Diskussionen zu Wort melden: 

"Wir brauchen in den wichtigen politischen Debatten mehr Stimmen von Unternehmerpersönlichkeiten, die bundesweit und auch in den Regionen Position beziehen", sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Handelsblatt. Viele Unternehmer unterschätzten ihren Einfluss in der Öffentlichkeit. "Unsere Soziale Marktwirtschaft lebt davon, dass Unternehmer ihre hohe erworbene Glaubwürdigkeit in die Waagschale werfen, sonst verliert dieses Land seinen Kompass." 

Die Welt, 3. Juli, S. 9
Die Bundesausgabe der Welt berichtet über Unzufriedenheit der Wirtschaftsrat-Mitglieder über die bisherige Arbeit der Großen Koalition: 

„Es gibt in den verbleibenden dreieinhalb Jahren der großen Koalition noch genug anzupacken, um die Stimmung wieder zu wenden“, erklärte Lauk. Unter Mindestlohn und Rentenpolitik habe das wirtschaftspolitische Profil der Union gelitten. Die Wirtschaftskompetenz brach nach einer Umfrage unter den Mitgliedern des Wirtschaftsrates von 77 auf 60 Prozent ein. Aber auch Mietpreisbremse und Maut hätten mit sozialer Marktwirtschaft wenig zu tun, kritisierte Lauk. „Das tut der Union nicht gut“.

 

Handelsblatt, 4. Juli, S. 10
Das Handelsblatt berichtet umfangreich über den Wirtschaftstag und greift insbesondere die Kritik von Präsident Kurt Lauk an der aktuellen Koalition auf: 

"Die ersten beiden Regierungen unter der Führung Merkels fanden noch lobende Worte des Vorsitzenden des Wirtschaftsrates. "Mit der ersten Großen Koalition taten wir uns nicht sonderlich schwer. Der Koalitionspartner hatte Persönlichkeiten wie Müntefering, Steinmeier und Steinbrück. Allesamt Mitkämpfer der Agenda 2010", so Lauk. Dann habe es die Koalition mit der FDP gegeben. "Unsere gemeinsamen Erwartungen waren groß. Das Ergebnis war, dass die FDP abgestraft und Ihre Leistung belohnt wurde. Jetzt gebe es wieder eine Große Koalition, mit einem politisch veränderten Partner, fuhr Lauk fort und stellte im Namen der 12 000 im CDU-Wirtschaftsrat organisierten Unternehmer dann fest: "Wir geben zu: Mit dieser Koalition tun wir uns am schwersten"."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Juli, S. 22
Die F.A.Z. greift die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Wirtschaftstag auf. Dort hatte sie sich kritisch gegenüber der EU-Kommission geäußert:

"Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hielt der EU-Kommission vor, sie gefährde die Energiewende. Wenn ein 15 Jahre altes Fördersystem plötzlich angegriffen werde, dann führe das zu Verunsicherung. "Das werde ich als Bundeskanzlerin mit allen meinen Kräften in Brüssel bekämpfen, weil das nicht geht", sagte sie vor dem Wirtschaftsrat der CDU. Deutschland sei bereit, seine Ökostrom-Förderung marktkonformer auszugestalten und in Richtung eines europäischen Energie-Binnenmarktes zu entwickeln."

Süddeutsche Zeitung, 4. Juli, S. 19
Die Süddeutsche Zeitung fokussiert die Kritik an der aktuellen Energiepolitik: 

"Am Donnerstag trafen in Berlin einige Hauptdarsteller der Energiewende Zusammen, etwa Brüssels Energiekommissar Günther Oettinger, der RWE-Chef Peter Terium , oder auch Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BAS und (...). Sie sind gekommen zum Wirtschaftsrat der CDU, es wird noch einmal enie Generalabrechnung mit der Energiewende: "Die Lebenslüge war zu erklären, es tut nicht weh", sagt etwa BASF-Chef Bock. "Es tut eben weh, aus der Kernkraft auszusteigen."

Spiegel Online, 3. Juli 
Im Artikel von Spiegel Online steht die Kritik von Bundesbankchef Jens Weidmann an Mindestlohn un Rente mit 63 im Mittelpunkt: 

Deutschland habe im Euro-Raum eine Vorbildfunktion, sagte Weidmann. Das Beispiel Deutschland habe den Euro-Partnern vor Augen geführt, dass sich Strukturreformen auszahlen, sagte er mit Blick auf die Arbeitsmarkt- und Sozialreformen vor gut zehn Jahren. "Mehr Vorbildcharakter würde ich mir indes von der aktuellen deutschen Wirtschafts- und Sozialpolitik wünschen", fügte Weidmann hinzu.Exemplarisch nannte der Bundesbank-Chef die "Rente mit 63" und den am Donnerstag im Bundestag verabschiedeten Mindestlohn.

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